Chi­nas ers­ter Flugzeugträger

Screen­shot: youtube/​alert5Chi­nas ers­ter Flug­zeug­trä­ger im Hafen von Dalian.

Chi­nas ers­ter Flug­zeug­trä­ger ist ab sofort ein­satz­be­reit. Am Sonn­tag publi­zier­te die Glo­bal Times Fotos der stil­len Über­ga­be­ze­re­mo­nie an die Mari­ne der Volks­be­frei­ungs­ar­mee. Die Bil­der zei­gen, wie weiss geklei­de­te Mari­ne­sol­da­ten auf dem mit Fähn­chen geschmück­ten Schiff posie­ren. Damit gesellt sich Chi­na in den Klub der 9 Natio­nen, die über einen sol­chen Schiffs­typ ver­fü­gen. Welt­weit sind gar nur 20 Flug­zeug­trä­ger im Ein­satz, davon 11 allei­ne für die USA.

Der 305 Meter lan­ge Flug­zeug­trä­ger, der rund 40 Kampf­jets auf­neh­men kann, stammt noch aus sowje­ti­scher Pro­duk­ti­on (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Es wird ange­nom­men, das das Rie­sen­schiff schon bald in Dienst genom­men wird. Peking soll den Flug­zeug­trä­ger soll auf den Namen Shi Lang getauft haben. Die­ser war eine Gene­ral, der im 17. Jahr­hun­dert Tai­wan unterwarf.

Chi­nas neue Präsenz

Der Name ist eine unmiss­ver­ständ­li­che Ankün­di­gung. Mit dem Flug­zeug­trä­ger wird Chi­nas Mari­ne sei­ne Gebiets­an­sprü­che in Ost­asi­en mit ver­stärk­ter mili­tä­ri­scher Prä­senz unter­mau­ern. Mit den Nach­barn Japan, Tai­wan, Phil­ip­pi­nen und Viet­nam strei­tet sich Peking regel­mäs­sig um Inseln, Rif­fe und Hoheits­ge­bie­te im Süd- und Ost­chi­ne­si­schen Meer.

Erst in den letz­ten Wochen ist die Aus­ein­an­der­set­zung mit Japan um die Sen­ka­ku/­Dia­oyu-Inseln eska­liert (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Selbst die geplan­ten Fei­ern zur 40-jäh­ri­gen Nor­ma­li­sie­rung der sino-japa­ni­schen Bezie­hun­gen hat Peking kur­zer­hand abge­sagt, wie die Yomi­uri Shim­bun berich­tet. Der Anlass sei bis auf wei­te­res verschoben.

«Unver­zicht­bar für China»

Der Flug­zeug­trä­ger wird nicht zu einer Beru­hi­gung der ange­spann­ten Lage füh­ren. Die Glo­bal Times bezeich­net den Besitz eines sol­chen Schif­fes als unver­zicht­bar, um «von einer gros­sen Macht zu einer star­ken Macht» zu wer­den. Chi­nas Gewäs­ser sei­en stets von frem­den Län­dern besetzt wor­den, gera­de weil das Land nie eine star­ke See­macht gewe­sen sei.

Japan, Chi­nas poli­tisch und wirt­schaft­lich stärks­ter Nach­bar in der Regi­on, besitzt mit Aus­nah­me von Hub­schrau­ber­trä­gern kei­nen Flug­zeug­trä­ger, da sei­ne soge­nann­ten Selbst­ver­tei­di­gungs­trup­pen aus Ver­fas­sungs­grün­den kei­ne offen­si­ven Kriegs­waf­fen besit­zen dür­fen. Eine Jahr­zehn­te alte Sicher­heits­al­li­anz mit den USA gleicht die­se Lücke jedoch aus. Auch die meis­ten ande­ren an Chi­na angren­zen­den Län­der set­zen inzwi­schen auf eine mili­tä­ri­sche Koope­ra­ti­on mit den USA, die gera­de im Pazi­fik ihre Prä­senz in den nächs­ten Jah­ren aus­bau­en wollen.

Zum Schnäpp­chen­preis erworben

Die Shi Lang trug ursprüng­lich den Namen Var­jag. Als das Sowjet­im­pe­ri­um zusam­men­brach, wur­de die Pro­duk­ti­on des Flug­zeug­trä­gers in der Ukrai­ne gestoppt. Die Elek­tro­nik wur­de gar nie eingebaut.

1998 kauf­te ein chi­ne­si­sches Unter­neh­men in Macao die Bau­rui­ne zum Schnäpp­chen­reis von 20 Mil­lio­nen Dol­lar, mit der Begrün­dung, ein Casi­no dar­aus machen zu wol­len. Am Ende lan­de­te das Schiff jedoch im Hafen von Dali­an, wo sich die chi­ne­si­sche Armee ihm annahm. Seit 2005 sind die Arbei­ten für die Reno­va­ti­on im Gange.

Die Var­jag dient Chi­na als Anschau­ungs- und Übungs­ob­jekt. Bis 2015 soll der ers­te Flug­zeug­trä­ger aus hei­mi­scher Pro­duk­ti­on ent­ste­hen. Bis 2020 plant Peking gar den Bau eines ato­mar betrie­be­nen U-Boots. Bis dann will Chi­na gemäss eige­nen Wor­ten zu einer mit­tel­gros­sen See­macht auf­ge­stie­gen sein (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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