Den Blitz messen

Screen­shot: FNN NewsEin Blitz­ein­schlag im Tokyo Sky Tree.

Der Tokyo Sky Tree ist seit sei­ner Eröff­nung im Mai der neue tou­ris­ti­sche Anzie­hungs­punkt der Stadt. Die 634 Meter hohe Bau­struk­tur hat dane­ben vor­ran­gig die Funk­ti­on eines Fern­seh­turms. Was aber nur weni­ge wis­sen: der Sky Tree ist auch ein per­fek­tes Arbeits­ge­rät für die Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät Tokyo.

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Denn auf exakt 497 Metern Höhe, das ist 47 Meter über der höchs­te Aus­sichts­platt­form, ist eine Mess­sta­ti­on zur Auf­zeich­nung von Blitz­ein­schlä­gen instal­liert. Eine 30 Meter lan­ge Spu­le sorgt dafür, dass Ein­schlags­stär­ke sowie Strom­span­nung ein­wand­frei gespei­chert und spä­ter wis­sen­schaft­lich ana­ly­siert wer­den können.

Anzie­hungs­punkt für Blitze

In Tokio gibt es kein zur Zeit kei­nen attrak­ti­ve­ren Arbeits­ort für die Strom­wis­sen­schaft. Seit der Eröff­nung des Sky Tree haben die Blitz­ab­lei­ter hier schon über 10 Mal ihre Arbeit getan. Gemäss der Sank­ei Shim­bun konn­te das Mess­ge­rät in nur zwei Mona­ten 8 Mal erfolg­reich eine Auf­zeich­nung vornehmen.

Die For­scher erhof­fen sich, mit den Daten Erkennt­nis­se zu gewin­nen, die es ihnen ermög­licht, elek­tro­ni­sche Gerä­te zu ent­wi­ckeln, die wider­stands­fä­hi­ger gegen Blitz­schlä­ge sind. Aus­ser­dem soll damit der Gewit­ter­schutz für Wol­ken­krat­zer ver­bes­sert werden.

Ein Novum in der Blitzforschung

An über 30 Orten in Japan sind sol­che Mess­sta­tio­nen instal­liert. Doch so hoch wie auf dem Sky Tree wur­de gemäss FNN News noch kei­ne Mess­sta­ti­on auf einem Gebäu­de inmit­ten einer Metro­po­le instand gesetzt. Ähn­li­che Sta­tio­nen gibt es bereits auf dem CN-Tower in Toron­to und dem Empi­re Sta­te Buil­ding in New York.

Bis­lang gibt es nur weni­ge Daten zu Blitz­ein­schlä­gen auf die­sen Brei­ten­gra­den der Erde, wie Tokyo MX berich­tet. Denn die meis­ten Mess­sta­tio­nen befin­den sich in nörd­li­che­ren Gegen­den wie Euro­pa oder Kanada.

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