Schnee­ge­fahr vom Sky Tree

Foto: Asi­en­spie­gelAllen Wet­ter­la­gen aus­ge­setzt: Der Tokyo Sky Tree.

Ein win­ter­li­cher Sturm hat Tokio die­se Woche den ers­ten Schnee gebracht. Bis zu 7 Zen­ti­me­ter hoch war der Schnee in den Zen­tren der Haupt­stadt. Das ist reicht aus, um die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel in Schwie­rig­kei­ten zu brin­gen. Züge hat­ten Ver­spä­tung, Hun­der­te von Flü­gen wur­den kur­zer­hand gestrichen.

Auch auf dem höchs­ten Fern­seh­turm der Welt bedeu­te­te dies eine neue Gefah­ren­si­tua­ti­on. Die hef­ti­gen Win­de zwan­gen die Betrei­ber am Mon­tag zur Schlies­sung des 634 Meter hohen Tokyo Sky Tree für die Tou­ris­ten. Eine Fahrt mit dem Fahr­stuhl auf eine der bei­den Aus­sichts­platt­for­men wird unter die­sen Umstän­den zu einem unan­ge­neh­men Erlebnis.

Aus­ser­dem berei­te­te der Schnee dem im Mai 2012 eröff­ne­ten Fern­seh­turm ein ganz spe­zi­el­les Pro­blem. Denn ange­sam­mel­te und gefro­re­ne Schnee­bro­cken, die aus meh­re­ren hun­dert Metern in die Tie­fe fal­len, kön­nen schnell ein­mal zu einer töd­li­chen Gefahr für die Pas­san­ten am Boden werden.

Stän­di­ge Schneegefahr

Für die Ange­stell­ten des Sky Trees bedeu­te­te dies Zusatz­schich­ten. Teil­wei­se mit Besen muss­ten sie den Schnee vom Stahl­ge­rüst weg­räu­men, wie die Sank­ei Shim­bun berich­tet. An ande­ren Stel­len brach­ten Hei­zun­gen den ange­sam­mel­ten Schnee zum Schmel­zen. Anhand von 45 auf dem Turm instal­lier­ten Kame­ras wur­de der Schnee gut im Auge behalten.

Auch das Boden­per­so­nal des Sky Tree muss­te einen Spe­zi­al­dienst absol­vie­ren. Gleich 60 Ange­stell­te mach­ten ges­tern mit Warn­schil­dern die Pas­san­ten auf die unge­wöhn­li­che Schnee­rutsch­ge­fahr von oben aufmerksam.

4 Scha­dens­fäl­le

Beim Sky Tree weiss man offen­bar, wovor man warnt. Bereits vor der Eröff­nung soll es in der nähe­ren Umge­bung schon zu 4 Scha­dens­fäl­len wegen Schnee­falls vom Fern­seh­turm gekom­men sein. In einem Fall schoss ein gefro­re­ner Schnee­bro­cken durch das Haus­dach eines Lager­hau­ses. Ver­letz­te oder gar Tote gab es bis­lang glück­li­cher­wei­se nicht.

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