Spu­ren des Atomtests

Screen­shot: ctbto​.orgEine Ani­ma­ti­on zeigt die Bewe­gung der radio­ak­ti­ven Isotope.

Am 12. Febru­ar hat­ten 94 Mess­sta­tio­nen der UNO-Behör­de zur Über­wa­chung des inter­na­tio­na­len Kern­waf­fen­test­stopps (CTBTO) eine Erschüt­te­rung der Stär­ke 4,9 in Nord­ko­rea notiert, die auf einen Atom­test hin­deu­te­te. Lan­ge blie­ben die Mes­sun­gen der ein­zi­ge Beweis, dass das iso­lier­te Land tat­säch­lich die Bom­be ent­wi­ckelt hat.

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Nun ist die CTBTO nun auf ein wei­te­res Indiz gestos­sen, dass es sich vor zwei Mona­ten tat­säch­lich um einen Atom­test gehan­delt hat. Die Mess­sta­tio­nen der CTBTO im japa­ni­schen Taka­sa­ki in der Prä­fek­tur Gun­ma­und und im rus­si­schen Ussu­riysk haben vor zwei Wochen die zwei radio­ak­ti­ven Iso­to­pe Xenon-131m und 133 in der Luft regis­triert. Damit sei zumin­dest der Nach­weis einer nuklea­ren Kern­spal­tung erbracht, so die CTBTO auf ihrer Pres­se­mit­tei­lung.

Spur bis zum Testgelände

Die CTBTP hält es kaum für mög­lich, dass die radio­ak­ti­ven Iso­to­pe aus einem nuklea­ren Reak­tor stam­men. Ein Luft­strö­mungs­mo­dell, das die Bewe­gung der Iso­to­pe in der Atmo­sphä­re simu­liert, weist zudem auf das ver­mu­te­te Test­ge­län­de in Nord­ko­rea, wo auch die Erschüt­te­run­gen gemes­sen wur­den, als Quel­le hin.

Dass die Edel­ga­se erst 55 Tage nach der Explo­si­on über Russ­land und Japan regis­triert wur­den, hält die CTBTO für nicht unge­wöhn­lich. Es wei­se ledig­lich auf eine gute Iso­lie­rung der unter­ir­di­schen Tests im Berg­mas­siv hin.

Zwei­fel an den Atomtests

Bereits nach dem ers­ten nord­ko­rea­ni­schen Test im Jahr 2006 hat­te die CTBTO das Edel­gas Xenon 133 nach­wei­sen kön­nen. 2009, nach dem angeb­lich zwei­ten Test, regis­trier­ten die Mess­sta­tio­nen kei­ne radio­ak­ti­ven Gase in der Atmo­sphä­re. Damit kamen bei den Exper­ten Zwei­fel auf, ob es sich damals tat­säch­lich um einen Atom­test gehan­delt hat­te und nicht etwa um eine kon­ven­tio­nel­le Sprengung.

Die in Wien ansäs­si­ge CTBTO hat die Auf­ga­be mög­li­che nuklea­re Explo­sio­nen zu mes­sen. Dafür unter­hält sie welt­weit über 100 Sta­tio­nen, die lau­fend seis­mi­sche, atmo­sphä­ri­sche Mes­sun­gen sowie Was­ser- und Infra­schall­mes­sun­gen vornehmen.

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