Ein Wir­bel­wind in der Schule

Screen­shot: youtube/​ibarakishinbun1Ein Staub­teu­fel auf dem Sportgelände.

In einer Grund­schu­le in der Stadt Koga, Prä­fek­tur Iba­ra­ki, fei­er­ten fast 1000 Schü­ler und Lehr­per­so­nen das all­jähr­li­che Sport­fest, als auf dem san­di­gen Gelän­de wie aus dem Nichts ein klei­ner Wir­bel­wind ent­stand und immer stär­ke an Fahrt annahm.

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Gleich zwei Zelt­vor­rich­tun­gen wur­den bis zu 4 Meter in die Höhe geschleu­dert. 6 Schü­ler wur­den durch die her­un­ter­fal­len­den Zelt­stan­gen an Kopf und Armen leicht ver­letzt, wie die Iba­ra­ki Shim­bun berichtet.

Alle wei­te­ren unmit­tel­bar betrof­fe­nen Per­so­nen kamen mit dem Schre­cken davon. Ein Augen­zeu­ge hat­te den Vor­fall mit sei­ner Video­ka­me­ra fest­ge­hal­ten.

Ein Staub­teu­fel

Es war ein per­fek­ter, son­ni­ger Tag. Gewit­ter­wol­ken waren kei­ne in Sicht. Laut Meteo­ro­lo­gen han­del­te es sich bei die­sem Phä­no­men um eine Kleintrom­be, oder in die­sem Fall auch Staub­teu­fel genannt. Die Ent­ste­hung eines sol­chen Wind­phä­no­mens ist nicht mit einem Tor­na­do zu vergleichen.

Ein Staub­teu­fel ent­steht, wenn es zu einer Über­hit­zung von zumeist san­di­gen Böden kommt. Bereits eine schwa­che Rota­ti­on in der auf­stei­gen­den, auf­ge­heiz­ten Luft kann schliess­lich eine Kleintrom­be aus­lö­sen, die alles mög­li­che vom Boden auf­zu­wir­beln beginnt. Das Phä­no­men kommt auch in Euro­pa vor.

Der Staub­teu­fel ist wie im Fall von Koga gewöhn­lich lokal begrenzt, erreicht Wind­spit­zen von bis zu 50km/​h und dau­ert nur weni­ge Sekun­den. In Wüs­ten­ge­bie­ten kann die­ser jedoch schnell mal drei Mal so star­ke Wind­ge­schwin­dig­kei­ten errei­chen und bis zu einer hal­ben Stun­de andauern.

Ein Jahr nach dem Tornado

Es ist nicht das ers­te Mal, dass die Prä­fek­tur Iba­ra­ki von einem Wind­phä­no­men über­rascht wird. Im Mai 2012 feg­te ein rie­si­ger Tor­na­do über Tei­le der Stadt Tsuku­ba, der einem Men­schen das Leben kos­te­te, meh­re­re Men­schen ver­letz­te und rund 200 Häu­ser zerstörte.

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