Das Sushi-Visum für Japan

Foto: flickr/​avlxyzMit einem neu­en Visum in die japa­ni­sche Küche.

Die japa­ni­sche Gas­tro­no­mie ist welt­weit auf dem Vor­marsch (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Sogar in die Lis­te des imma­te­ri­el­len UNESCO-Kul­tur­er­bes wird das japa­ni­sche Essen die­sen Dezem­ber auf­ge­nom­men. Es ist eine Ehre, die nur ganz weni­gen Län­dern bis­lang zuteil wur­de (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Mit einer spe­zi­el­len Mass­nah­me möch­te die Regie­rung in Tokio nun dafür sor­gen, dass die japa­ni­sche Küche im Aus­land künf­tig auch ori­gi­nal­ge­treu zube­rei­tet wird. Denn all­zu oft man­gelt es an der Qualität.

Laut der Mai­ni­chi Shim­bun gibt es welt­weit rund 55’000 japa­ni­sche Restau­rants. 90 Pro­zent davon wer­den von Per­so­nen geführt, die nicht Japa­ner sind. Die Kon­se­quenz dar­aus ist, dass an vie­len Orten Gerich­te ser­viert wer­den, die nur noch ent­fernt mit der japa­ni­schen Ess­kul­tur zu tun haben (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Spe­zi­al­vi­sum für Köche

Um die­se Ent­wick­lung zu kor­ri­gie­ren, will die Regie­rung in Tokio laut FNN News eine neue Visums-Kate­go­rie ein­füh­ren, die aus­län­di­schen Köche den direk­ten Zugang in Japans Welt der Gas­tro­no­mie ermög­licht, vom Sushi bis zur regio­na­len Küche.

Das Visum wäre zwei Jah­re gül­tig und wür­de einem Aus­län­der die Mög­lich­keit geben, als Prak­ti­kant sein Kön­nen direkt in einem japa­ni­schen Restau­rant zu erwei­tern. Bis­lang gewähr­te das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um ledig­lich ein Visum für Chef­kö­che, die eine bestimm­te aus­län­di­sche Küche beherr­schen und damit unab­ding­bar für den Betrieb eines spe­zia­li­sier­ten Restau­rants sind. Hin­zu muss die­se Per­son für eine Auf­ent­halts­ge­neh­mi­gung eine zehn­jäh­ri­ge Berufs­er­fah­rung in ihrem Fach auf­wei­sen können.

Prak­ti­kum bis­lang kaum möglich

Ein spe­zi­el­les Visum für das Erler­nen der japa­ni­sche Küche wäre eine Neue­rung. Zwar besu­chen schon heu­te vie­le Aus­län­der Koch­schu­len in Japan, aber die Mög­lich­keit das Erlern­te in einem Prak­ti­kum im Ursprungs­land umzu­set­zen, bleibt den aller­meis­ten ver­wehrt. Bis Ende Jahr, wenn die Auf­nah­me in die UNESCO-Lis­te offi­zi­ell wird, will das Minis­te­ri­um wei­te­re Details zu die­sem Vor­schlag aus­ge­ar­bei­tet haben.

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