Wirt­schafts­zo­nen für Ausländer

Foto: flickr/​Luke, MaDie Sky­line von Tokio.

Mit «stra­te­gi­schen Spe­zi­al­zo­nen» möch­te Japans Regie­rung die Wirt­schaft wie­der nach­hal­tig auf Vor­der­mann brin­gen. Mit Son­der­re­ge­lun­gen, Steu­er­erleich­te­run­gen und För­de­run­gen spe­zi­fi­scher Bran­chen sol­len die­se Gebie­te zum wirt­schaft­li­chen Expe­ri­men­tier­feld werden.

Die Stand­or­te für die sechs Zonen sind bereits fest­ge­legt. So sol­len in Oki­na­wa Tou­ris­mus und For­schung, in den Prä­fek­tu­ren Hyo­go und Niiga­ta die Land­wirt­schaft, in der Regi­on Osa­ka die Bio­me­di­zin, in Fuku­o­ka Start­ups und im Gross­raum Tokio aus­län­di­sche Direkt­in­ves­ti­tio­nen geför­dert wer­den. Dazu gehört offen­bar auch eine Locke­rung der Visums­po­li­tik für Aus­län­der inner­halb die­ser Zonen, wie die Nik­kei Shim­bun berich­tet.

Eine Exper­ten­kom­mis­si­on der Regie­rung hat vor­ge­schla­gen, in den Spe­zi­al­zo­nen aus­län­di­schen Unter­neh­mern, die in Japan eine Fir­ma grün­den, eine spe­zi­el­le Nie­der­las­sungs­be­wil­li­gung zu ertei­len. Auch Aus­län­der, die in Start­ups arbei­ten, sol­len in die­sen Zonen ver­ein­facht in den Genuss eines Arbeits­vi­sums kom­men. Aus­ser­dem schlägt die Kom­mis­si­on für aus­län­di­sche Haus­halts­hil­fen und Kin­der­mäd­chen ein erleich­ter­tes Bewil­li­gungs­ver­fah­ren in die­sen Gebie­ten vor.

Aku­ter Personalmangel

Mit die­sem Vor­ge­hen will die Regie­rung gleich meh­re­re Pro­ble­me auf einen Schlag lösen. Die Über­al­te­rung der Gesell­schaft und der damit ein­her­ge­hen­de Bevöl­ke­rungs­rück­gang haben in gewis­sen Bran­chen zu einem aku­ten Per­so­nal­man­gel geführt. Allei­ne der Bau­in­dus­trie feh­len in den nächs­ten 6 Jah­ren 150’000 Arbei­ter, um die Som­mer­spie­le 2020 und den Wie­der­auf­bau im Nord­os­ten bewäl­ti­gen zu kön­nen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Eine Ein­wan­de­rungs­po­li­tik kennt Japan jedoch bis­lang nur für qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die Skep­sis gegen­über einer libe­ra­len Zuwan­de­rungs­po­li­tik ist in der japa­ni­schen Bevöl­ke­rung tra­di­tio­nell gross, weil es dies schlicht­weg noch nie gege­ben hat. In Japan leben zur­zeit 2 Mil­lio­nen Aus­län­der. Das ist bei einer Bevöl­ke­rungs­zahl von rund 127 Mil­lio­nen ein ver­schwin­dend klei­ne Zahl.

Das Land konn­te nach dem Zwei­ten Welt­krieg auf eine Baby­boom-Gene­ra­ti­on zäh­len, wel­che wäh­rend Jahr­zehn­ten für genug Arbeits­kräf­te sorg­te. Doch die­se Zei­ten sind end­gül­tig vor­bei. Bereits Anfang April schlug Pre­mier Shin­zo Abe vor, die drin­gend benö­tig­ten aus­län­di­schen Bau­ar­bei­ter mit Hil­fe von zeit­lich befris­te­ten Auf­ent­halts­be­wil­li­gun­gen ins Land zu locken (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Mehr Frau­en für die Wirtschaft

Die­se japa­ni­schen «Son­der­wirt­schafts­zo­nen» sind nun ein wei­te­rer Vor­schlag, eine begrenz­ten Ein­wan­de­rung von Arbeits­kräf­ten aus ver­schie­de­nen Bran­chen zuzu­las­sen. Mit der erleich­ter­ten Visums­er­tei­lung für Haus­halts­hil­fen möch­te Pre­mier­mi­nis­ter Shin­zo Abe zudem die ver­bes­ser­te Inte­gra­ti­on der japa­ni­schen Frau­en in den Arbeits­markt vor­an­trei­ben. Noch mehr als die Aus­län­der soll das weib­li­che Geschlecht den künf­ti­gen Per­so­nal­man­gel kom­pen­sie­ren, so der Plan (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die Frau­en sei­en «die unge­nutz­te Res­sour­ce» der japa­ni­schen Wirt­schaft, sag­te Abe letz­tes Jahr am WEF in Davos.

Noch han­delt es sich bei den Visums­er­leich­te­run­gen in den Spe­zi­al­zo­nen um Vor­schlä­ge. Es wird jedoch ange­nom­men, dass Pre­mier Abe eini­ge die­ser Ide­en in sei­nem für Juni ange­kün­dig­ten Stra­te­gie­pro­gramm für die Wirt­schaft inte­grie­ren wird.

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