Der gefal­le­ne Touristenmagnet

Screen­shot: CTSDer berühm­te Baum nach dem Taifun.

Ob im Fern­se­hen, auf Pla­ka­ten oder auf Boar­ding-Päs­sen: Über­all lächel­te einem Take­shi Kane­s­hiro ent­ge­gen. Der japa­ni­sche Schau­spie­ler fährt mit einem Fahr­rad grü­nen Reis­fel­dern ent­lang, bis er sich unter einen Baum setzt, um eine Tas­se Tee zu trin­ken.

Sep­tem­ber 2020 – Die­ser Blog kann ohne die Unter­stüt­zung der Leser nicht über­le­ben. Mit einem frei­wil­li­gen Abo tra­gen Sie dazu bei, dass die­ses täg­li­che Stück Japan auch nach 11 Jah­ren wei­ter­exis­tiert – unab­hän­gig, kos­ten­los und frei von Goog­­le-Wer­bun­­gen. Herz­li­chen Dank! Ich blei­be täg­lich dran, bis die­se Kri­se über­stan­den ist und dar­über hinaus.

Mit der Wer­bung für die Flug­ge­sell­schaft Eva Air wirbt der tai­wa­nisch-japa­ni­sche Schau­spie­ler, der fünf Spra­chen flies­send spricht, für die Schön­heit der tai­wa­ni­schen Land­schaft – nicht ohne Fol­gen: Tou­ris­ten ström­ten in die klei­ne Chihshang-Sied­lung im Süd­os­ten der Insel. Die Besu­cher lies­sen sich unter dem «Take­shi Kane­s­hiro-Baum» und auf den Reis­fel­dern fotografieren.

Eva Air kün­dig­te kurz nach dem Tai­fun an, alles zu tun um den berühm­ten Baum zu ret­ten. Inzwi­schen wur­de er mit Hil­fe der Lokal­be­hör­de wie­der auf­ge­rich­tet, so die United Dai­ly News. Ob der schwer mit­ge­nom­me­ne Baum lang­fris­tig über­le­ben wird, wis­se man jedoch erst in zwei Mona­ten, so der zustän­di­ge Gemein­de­chef gegen­über der Zeitung.

Screen­shot: You­tube Eva AirDer Take­shi Kane­s­hiro-Baum in der per­fek­ten Werbe-Landschaft.

Generv­te Anwohner

Gin­ge es nach eini­gen Tai­wa­nern, hät­te der Baum gar nicht erst geret­tet wer­den sol­len. Vor allem bei Anwoh­nern lös­te der berühm­te Baum gemisch­te Gefüh­le aus. Die­se kla­gen schon seit gerau­mer Zeit über Tou­ris­ten, die auf den Fel­dern her­um­tram­peln und ihren Abfall hinterlassen.

Die Besu­cher wür­den nur Pro­ble­me brin­gen, zitiert die Tai­pei Times einen Bau­ern. Wäh­rend Behör­den und Geschäf­te vom Tou­ris­mus pro­fi­tier­ten, müss­ten die Bau­ern die Las­ten tragen.

Der Baum sei nicht rich­tig geschützt wor­den, bekla­gen zudem Umwelt­schüt­zer. Die Wur­zeln des Bau­mes sei­en von Asphalt über­deckt gewe­sen und der Tou­ris­ten­an­drang habe der Umge­bung geschadet.

Im Shop
An alle Leser
Freiwilliges Abo

An alle Leser

Mit einem frei­wil­li­gen Abo sichern Sie die Zukunft die­ses unab­hän­gi­gen Blogs.

MEHR ERFAHREN

Jan in Japan
Buch

Jan in Japan

60 Orte abseits von Tokio und Kyo­to: Eine Rei­se durch den viel­fäl­ti­gen Inselstaat.

BUCH KAUFEN

In Japan
Buch

In Japan

Der prak­ti­sche Rei­se­füh­rer von Jan Knü­sel in der 6. Auflage.

BUCH KAUFEN

cas-ostasien
Shinsen
asia-intensiv
Shizuku
Sato
Negishi
Bimi
Gustav Gehrig
Kabuki
Schuler Auktionen
Yu-an
Butcher
Edomae
Japan Wireless
Aero Telegraph
Nooch
Asia Society
Depositphotos 1b
Prime Travel
Kokoro
Kalligrafie
Japan Rail Pass
Kabuki_2
Keto-Shop
Depositphotos 2
Depositphotos 1