Foto: flickr/​marcan42Der Nari­ta-Express.

Der Nari­ta-Express bringt die Rei­sen­den vom Inter­na­tio­na­len Flug­ha­fen Nari­ta direkt zum Bahn­hof Tokio. Eine Stun­de dau­ert die Fahrt bis ins Zen­trum der japa­ni­schen Haupt­stadt. Seit letz­tem Sams­tag fährt der­sel­be Zug nun auch bis zum Fus­se des Fujis, wie die Sank­ei Shim­bun berich­tet. Damit ist es mög­lich, am Mor­gen in Japan zu lan­den und bereits am Mit­tag das UNESCO-Welt­kul­tur­er­be (Asi­en­spie­gel berich­te­te) zu bestaunen.

Die­ser spe­zi­el­le Ser­vice wird bis zum 28. Sep­tem­ber an Sams­ta­gen und Fei­er­ta­gen ange­bo­ten, wenn am meis­ten Tou­ris­ten den höchs­ten Berg Japans und des­sen Umge­bung mit den fünf Seen in den Prä­fek­tu­ren Yama­na­shi und Shi­zuoka besu­chen. Der Nari­ta-Expresss fährt jeweils ab 9.15 Uhr zum Fuji, die Fahrt dau­ert drei­ein­halb Stun­den, kos­tet je nach Monat zwi­schen 6840 und 7040 Yen und führt den Rei­sen­den bis zum Bahn­hof Kawa­gu­chi­ko in Fujikawaguchiko.

Die Stadt, die am pit­to­res­ken Kawa­gu­chi-See liegt und eben­falls zum Welt­kul­tur­er­be zählt, ist einer der wich­tigs­ten Aus­gangs­punk­te für die Fuji-Berg­be­stei­gung. Von hier aus kann man mit dem Bus zur fünf­ten Berg­sta­ti­on auf 2300 Meter Höhe fah­ren, von wo die meis­ten Tou­ris­ten mit dem Auf­stieg zum 3776 Meter hohen Gip­fel über die stark fre­quen­tier­te Yoshi­da­gu­chi-Rou­te starten.

Auf die aus­län­di­schen Tou­ris­ten zugeschnitten

Nari­ta-Express reagiert mit der neu­en Dienst­leis­tung auf das gestei­ger­te Inter­es­se am Fuji im Aus­land. So hat im letz­ten Jahr die Bus­ge­sell­schaft Fuji Kyu­ko, die unter ande­rem von Shin­juku in Tokio zur fünf­ten Sta­ti­on fährt, mit 3,36 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­ren einen neu­en Rekord ein­ge­stellt, wie NHK News berich­tet. Aus­ser­dem wer­den an den Bahn­hö­fen, die nahe beim Fuji lie­gen, inzwi­schen bis zu 30 Pro­zent inter­na­tio­na­le Tou­ris­ten gezählt.

Übri­gens bie­tet Nari­ta-Express nicht zum ers­ten Mal den Gäs­ten aus Über­see eine neue Dienst­leis­tung an. Seit Anfang die­ses Jah­res kön­nen aus­län­di­sche Besu­cher zum hal­ben Preis von Nari­ta nach Tokio fah­ren (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Kul­tur- anstatt Naturerbe

Der Fuji ist seit Juni 2013 auf der Lis­te des UNESCO-Welt­erbes. Das UN-Komi­tee ent­schied damals, den 3776 Meter hohen Berg mit den fünf umlie­gen­den Seen, den Shirai­to-Was­ser­fäl­len und dem Kie­fern­wald Miho no Mat­sub­a­re zum Kul­tur- und nicht zu einem Natur­er­be zu erhe­ben. Das habe damit zu tun, dass der Vul­kan mit dem sym­me­tri­schen Kegel über Jahr­hun­der­te Poe­ten und Künst­ler inspi­riert habe.

Das bes­te Bei­spiel dafür ist Hoku­sais Farb­holz­schnitt-Serie Die 36 Ansich­ten auf den Fuji aus dem 19. Jahr­hun­dert, die den Berg welt­be­rühmt und zum Wahr­zei­chen Japans schlecht­hin gemacht hat. In der UNESCO-Lis­te trägt er sinn­ge­mäss den Titel Berg Fuji: Objekt der Ver­eh­rung, Quel­le der Kunst.