Ein­rei­sen ohne Grenzbeamte

Screen­shot: youtube/​ANNnewsCHEin auto­ma­ti­sier­ter Schal­ter zum Ein- und Ausreisen.

Eine Ein- und Aus­rei­se ohne mit einem ein­zi­gen Grenz­be­am­ten in Kon­takt zu tre­ten. Die­ses Sys­tem wird der­zeit in den japa­ni­schen Flug­hä­fen Hane­da und Nari­ta wäh­rend eines Monats getes­tet, wie die Sank­ei Shim­bun berichtet.

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Der Pas­sa­gier legt dabei sei­nen Rei­se­pass mit dem ein­ge­bau­ten IC-Chip, auf dem das Por­trät­fo­to gespei­chert ist, auf eine Lese­vor­rich­tung, wäh­rend eine Kame­ra das Gesicht des Anwe­sen­den foto­gra­fiert. Eine Maschi­ne ver­gleicht dar­auf­hin auto­ma­tisch das Pass­fo­to mit dem Gesicht der anwe­sen­den Per­son. Die Arbeit des Grenz­be­am­ten am Ein- und Aus­rei­se­schal­ter fällt somit kom­plett weg.

Ers­ter Ver­such gescheitert

Zur­zeit kön­nen japa­ni­schen Pas­sa­gie­re, die von Hane­da oder Nari­ta abflie­gen, die­ses neu­ar­ti­ge Sys­tem benut­zen. Bereits vor zwei Jah­ren tes­te­te die Immi­gra­ti­ons­be­hör­de die Maschi­ne (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Weil aber die Feh­ler­quo­te laut ANN News damals bei hohen 18 Pro­zent lag, ging zu viel Zeit ver­lo­ren. Die Markt­ein­füh­rung schei­ter­te. In der Zwi­schen­zeit sind die Ver­bes­se­rungs­ar­bei­ten des Her­stel­lers jedoch so weit gedie­hen, dass die Behör­den nun eine neue Test­pha­se wagen.

Denn die Zeit drängt. In den kom­men­den sechs Jah­ren wird mit einer star­ken Zunah­me an aus­län­di­schen Gäs­ten gerech­net (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die japa­ni­sche Tou­ris­mus­be­hör­de hat sich zum Ziel gesetzt, bis zu den Som­mer­spie­len 2020 die Zahl von heu­te 10 Mil­lio­nen Tou­ris­ten aus Über­see auf 20 Mil­lio­nen zu erhö­hen. Für die Grenz­be­am­ten bedeu­tet dies ein Mehr­fa­ches an Arbeit und damit auch eine erhöh­te Feh­ler­quo­te. Lan­ge War­te­zei­ten am Flug­ha­fen sind aus­ser­dem kei­ne gute Wer­bung für ein Land.

Nur für Japaner

Das neue Kon­troll­sys­tem soll zur Ent­las­tung für die Grenz­be­am­ten wer­den. Der Plan ist, dass die Japa­ner in Zukunft nur noch am auto­ma­ti­schen Schal­ter ihren Rei­se­pass vor­wei­sen, wäh­rend die Papie­re von allen Nicht-Japa­nern noch klas­sisch von einem Grenz­be­am­ten kon­trol­liert werden.

Für den aus­län­di­schen Tou­ris­ten wird damit vor­erst alles beim Alten blei­ben. Alle Kurz­auf­ent­hal­ter müs­sen bei der Ein­rei­se nach Japan ihre Fin­ger­ab­drü­cke regis­trie­ren las­sen. Das bio­me­tri­sche Erken­nungs­sys­tem wur­de im Novem­ber 2007 an allen Grenz­gän­gen instal­liert (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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