Screen­shot: you­tube/V-AirV-Air wirbt mit tie­fen Prei­sen und freund­li­chem Personal.

V-Air, Air Asia, Scoot oder Tiger­air: Sie sind die asia­ti­schen Pen­dants zu Easy­jet und Ryan­air. Mit grel­len Far­ben und tie­fen Prei­sen mischen die Bil­lig-Air­lines die Flug­bran­che in Asi­en auf.

Die­ser Markt soll in Zukunft noch wei­ter wach­sen, schreibt die tai­wa­ni­sche Nach­rich­ten­agen­tur CNA. Wäh­rend die Bil­lig­flie­ger in Süd­ost­asi­en bereits seit eini­gen Jah­ren ope­rie­ren, zieht nun auch der Nord­os­ten des Kon­ti­nents nach.

Ins­be­son­de­re in Tai­wan: Mit V-Air und Tiger­air stei­gen der­zeit gleich zwei neue Bil­lig-Anbie­ter in das Flug­ge­schäft ein. Für umge­rech­net 25 Euro trans­por­tiert Tiger­air Pas­sa­gie­re von Tai­peh nach Sin­ga­pur – mit der beschränk­ten Anzahl an Tiefst­preisti­ckets wirbt die Air­line für ihr neu­es Ange­bot. Das Unter­neh­men ist ein Joint Ven­ture zwi­schen der Sin­ga­pu­rer Tiger­air und Tai­wans eta­blier­ter Flug­ge­sell­schaft Chi­na Air­lines.

Wach­sen­der Billigmarkt

Bis Ende Jahr will auch V-Air ihren Betrieb auf­neh­men, sie gehört wie­der­um der klei­ne­ren tai­wa­ni­schen Flug­ge­sell­schaft Trans­Asia Air­ways. Tiger und V-Air sind die zwei jüngs­ten Bil­lig­flie­ger in Asi­en, die neben den bereits bestehen­den Low-Cost-Car­ri­ern wie Vanil­la Air, Jet­sar, Scoot oder AirA­sia um preis­be­wuss­te Kun­den buhlen.

Der­zeit machen die Bil­lig­flie­ger in Nord­ost­asi­en gera­de mal acht Pro­zent des Mark­tes aus, zitiert Tai­wans Nach­rich­ten­agen­tur CNA den Flug­zeug­her­stel­ler Boe­ing. Mit der zuneh­men­den Libe­ra­li­sie­rung des Flug­mark­tes wür­den auch die Low-Cost-Flü­ge in Nord­ost­asi­en zuneh­men. Welt­weit sol­len die Bil­lig­flü­ge im Durch­schnitt bereits 30 Pro­zent des Flug­mark­tes aus­ma­chen. Der nord­ost­asia­ti­sche Markt hat mit der Bil­lig­flie­ge­rei rela­tiv spät begon­nen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Dere­gu­lie­rung hilft Billigflügen

Ende 2011 unter­zeich­ne­ten Tai­peh und Tokio ein Open-Sky-Abkom­men, seit­her dür­fen die Air­lines bei­der Län­der eine unbe­schränk­te Anzahl Flü­ge zwi­schen Tai­wan und Japan anbie­ten – mit Aus­nah­me der japa­ni­schen Haupt­stadt Tokio, so ETTo­day. Davon pro­fi­tie­ren gemäss Boe­ing vor allem auch die Bil­lig­an­bie­ter, die auf kur­ze Stre­cken spe­zia­li­siert sind. So sind von Tai­wan aus die meis­ten japa­ni­schen Zie­le inner­halb weni­ger Stun­den zu erreichen.

Mit dem Open-Sky-Abkom­men erhiel­ten japa­ni­sche und tai­wa­ni­sche Flug­ge­sell­schaf­ten zudem die soge­nann­te fünf­te Luft­frei­heit. Mit die­ser dür­fen sie auch Pas­sa­gie­re im Ziel­land auf­neh­men und in ein Dritt­land wei­ter transportieren.