Die letz­ten Geishas

Foto: flickr/​Dom Cross­leyEine Gei­sha in Kyoto.

Samu­rai, Fuji, Cos­play oder Sushi: Japan wird heu­te mit einer gan­zen Rei­he von Begrif­fen in Ver­bin­dung gesetzt. Die Gei­sha gehört eben­so selbst­ver­ständ­lich dazu. Sie ist ist die Figur, die wohl am stärks­ten die Fan­ta­si­en des West­lers beflü­gelt. Kein ande­rer Beruf ist so sagen­um­wo­ben und geheimnisumwittert. 

Ihre weis­se Schmin­ke, der hoch­ge­steck­te Haar­kno­ten und der ele­gan­te Kimo­no sind ihre Mar­ken­zei­chen. Ihr Image hat sich über die Jahr­hun­der­te gewan­delt. Heu­te sind ihre Kun­den oft ver­mö­gen­de Men­schen aus der Wirt­schaft und Poli­tik. Das Zen­trum der Gei­sha-Kul­tur ist das his­to­ri­sche Vier­tel Gion in Kyo­to. Aber auch in ande­ren Städ­ten sind sie noch anzutreffen.

Ein aus­ster­ben­der Beruf

Die Gei­shas sind Unter­hal­tungs­künst­le­rin­nen. Der Tanz, die Musik und die Kon­ver­sa­ti­on beherr­schen sie in Voll­endung. Dafür ist ein jah­re­lan­ges Trai­ning not­wen­dig. Frü­her star­te­te die­ses in der Kind­heit. Heu­te begin­nen die Frau­en mit 18 – in Kyo­to noch etwas frü­her – als soge­nann­te Mai­ko die har­te Aus­bil­dung, die kaum noch eine jun­ge, moder­ne Frau anspricht. 

So ver­wun­dert es nicht, dass die Gei­shas immer weni­ger wer­den. In den 1920er-Jah­ren waren es noch Zehn­tau­sen­de. Heu­te schätzt man die Zahl auf weit weni­ger als 2000.

Das aus­ster­ben­de Geisha-Viertel

In der Haupt­stadt Tokio ist die Lage noch weit­aus pre­kä­rer. So gab es im tra­di­tio­nel­len Unter­hal­tungs­vier­tel in Akas­a­ka, wo die japa­ni­sche Poli­tik zuhau­se ist, noch in den 1920ern über 425 Gei­shas, die in über 60 tra­di­tio­nel­len Ryo­tei-Restau­rants die Gäs­te unterhielten.

Heu­te gibt es in Akas­a­ka nur noch 23 offi­zi­el­le Gei­shas in sechs soge­nann­ten Okiya (Gei­sha-Häu­sern). Das Vier­tel hat sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten stark gewan­delt. Vie­le Ryo­tei-Restau­rants wur­den durch zeit­ge­mäs­se­re, bil­li­ge­re Loka­le und Pachin­ko-Spiel­häu­ser ersetzt. Dane­ben domi­nie­ren die Hos­tes­sen-Caba­rets das immer noch leben­di­ge Viertel.

Neue Hoff­nung

Die Gei­shas in Akas­a­ka sind nicht mehr die Jüngs­ten. Denn seit 28 Jah­ren gibt es in Akas­a­ka kei­nen Nach­wuchs mehr. Zu unat­trak­tiv und ver­staubt ist der Beruf für die jun­ge Tokio­ter Gene­ra­ti­on. Doch nun ist es einem Okiya in Akas­a­ka gelun­gen, eine jun­ge Dame zur Gei­sha aus­bil­den zu dür­fen, wie die Huf­fing­ton Post Japan berichtet.

Es han­delt sich um eine 20-jäh­ri­ge Frau, die ihre uni­ver­si­tä­re Tanz­aus­bil­dung abge­bro­chen hat, um sich ganz der Gei­sha-Kunst hin­zu­ge­ben. Seit Sep­tem­ber durch­läuft sie die tra­di­tio­nel­le Schu­le als soge­nann­te Han­gyo­ku, ein «hal­bes Juwel». So wer­den die Gei­sha-Lehr­lin­ge in Tokio genannt.

Im Dezem­ber wird sie ihren ers­ten Auf­tritt haben. Auch einen Künst­ler­na­men hat sie schon: «Saku­ra», die Kirsch­blü­te. An ihr wird es sein, die Tra­di­ti­on des Vier­tels am Leben zu hal­ten – sofern sie nicht schon vor­zei­tig aufgibt.

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