Ein eige­nes Häus­chen in Japan

Foto: flick­r/m-lou­is .®Ein Haus in Japan.

Rei­che Chi­ne­sen die in den USA gan­ze Land­stri­che und in Euro­pa Wein­gü­ter auf­kau­fen, sor­gen regel­mäs­sig für Schlag­zei­len. Seit eini­ger Zeit ist jedoch der Immo­bi­li­en­markt eines wei­te­ren Lan­des für chi­ne­si­sche Inves­to­ren interessant.

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Aus­ge­rech­net beim Erz­feind Japan inves­tie­ren immer mehr Chi­ne­sen in Häu­ser und Woh­nun­gen. Die Käu­fe von japa­ni­schen Immo­bi­li­en haben in die­sem Jahr beson­ders stark zuge­nom­men. So sol­len Chi­ne­sen allein in die­sem Jahr bis­her 230 Mil­lio­nen US-Dol­lar in japa­ni­sche Immo­bi­li­en inves­tiert haben, berich­tet Tai­wans Liber­ty Times – drei Mal so viel wie noch im ver­gan­ge­nen Jahr.

Güns­ti­ger Yen

Der der­zeit tie­fe Yen-Kurs soll die­sen Trend zusätz­lich unter­stüt­zen. Güns­ti­ge japa­ni­sche Woh­nun­gen haben es wohl­ha­ben­den Chi­ne­sen ange­tan: Wäh­rend eines Besuchs in Tokio sei sie von den tie­fen Immo­bi­li­en­prei­sen über­rascht gewe­sen, zitiert die News­platt­form 163​.com eine Käu­fe­rin aus dem süd­chi­ne­si­schen Guangzhou.

Frau Deng kauf­te sich in der japa­ni­schen Pro­vinz Fuku­o­ka eine Mini-Woh­nung. Für die 20-Qua­drat­me­ter soll sie umge­rech­net nur 13’000 Euro bezahlt haben. Der Preis sei so tief gewe­sen, dass sie sich die Woh­nung vor dem Kauf gar nicht erst ange­se­hen habe.

Kau­fen und vermieten

Sich genau­er kun­dig gemacht hat sich dage­gen ein 40-jäh­ri­ger Unter­neh­mer aus Shang­hai. Herr Huang kauf­te eine 25-Quadrad­tme­ter-Woh­nung in der japa­ni­schen Haupt­stadt Tokio. Für ein klei­nes Wohn- und Schlaf­zim­mer bezahl­te er umge­rech­net 400’000 Euro. Nun ver­mie­tet er die Woh­nung an einen Japa­ner – für knapp 2000 Euro im Monat.

Die Fest­land­chi­ne­sen wür­den in Immo­bi­li­en von umge­rech­net meh­re­ren hun­dert­tau­send bis zu über einer Mil­li­on Euro in Japan inves­tie­ren, zitiert 163​.com einen japa­ni­schen Mak­ler, der sich auf Hong­kon­ger und chi­ne­si­sche Käu­fer spezialisiert.

Ein schö­nes Leben im Ausland

Etwa die Hälf­te der Immo­bi­li­en wür­den als rei­ne Inves­ti­tio­nen gese­hen, so Mak­ler Lee Hang­bin. Die ande­re Hälf­te der Kun­den kau­fe Woh­nun­gen für ihre Kin­der, die spä­ter ein­mal in Japan stu­die­ren soll­ten, oder für sich selbst, weil sie ger­ne dort leben möchten.

Den Wunsch im Aus­land zu leben, erfül­len sich vor allem wohl­ha­ben­de Chi­ne­sen. Vie­le ver­la­gern zudem ihre Ver­mö­gen auf Aus­lands­kon­ti, schi­cken Frau und Kind ins Aus­land und legen sich die Auf­ent­halts­be­wil­li­gung eines ande­ren Lan­des zu (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die Grün­de dafür rei­chen von poli­ti­schen Unsi­cher­hei­ten, schlech­ter Luft­qua­li­tät in vie­len chi­ne­si­schen Städ­ten, Lebens­mit­tel­skan­da­len bis zu einer bes­se­ren Bil­dung, die der eige­ne Nach­wuchs im Aus­land genies­sen soll.

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