Leben mit einem Roboter

Bereits vor über einem Jahr stell­te Masayo­shi Son, Grün­der des japa­ni­schen Tele­kom­kon­zerns Soft­bank, mit einem Robo­ter für die Fami­lie sei­ne Vor­stel­lung von «the next big thing» vor (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Ein run­der Kopf, geschmei­di­ge Arm­be­we­gun­gen, ein ein­bei­ni­ges Fahr­ge­stell und ein Touchsch­screen. So sieht Pep­per aus.

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Die nied­lich aus­se­hen­de Maschi­ne besitzt die Fähig­keit, mit den Men­schen in der Umge­bung Kon­ver­sa­tio­nen zu füh­ren und anhand des Gesichts­aus­drucks auf die Gefühls­welt sei­nes Gegen­übers reagie­ren zu können.

Pep­per soll sich um die emo­tio­na­len Belan­ge der Men­schen küm­mern und somit Teil der Fami­lie wer­den. Als «‹Per­so­nal Robot› mit Gefüh­len» wird er von Soft­bank beschrie­ben. Wie man sich das vor­zu­stel­len hat, zeigt der Tele­kom­kon­zern nun in einem Wer­be­vi­deo (sie­he oben).

Screen­shot: youtube/​ソフトバンク(SoftBankRobo­ter Pep­per in Aktion.

In einer Minu­te ausverkauft

Ähn­lich wie bei einem Smart­pho­ne las­sen sich für Pep­per Apps pro­gram­mie­ren. Die ers­ten, exter­nen Soft­ware-Pro­gram­mie­rer sind bereits seit dem Früh­jahr dran (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Inzwi­schen soll es schon über 200 Apps geben. Neben Japa­nisch soll er bereits auch Eng­lisch, Fran­zö­sisch und Spa­nisch beherrschen.

Seit Sams­tag ist Pep­per auch für Pri­vat­kun­den erhält­lich. Alle 1000 Exem­pla­re waren nach einer Minu­te aus­ver­kauft, wie IT Media berich­tet. Künf­tig sol­len jeden Monat 1000 neue Pep­pers her­ge­stellt wer­den. Bil­lig ist der Robo­ter nicht. Neben dem Grund­preis von 198’000 Yen (1480 Euro) müs­sen die Käu­fer monat­lich 24’600 Yen (175 Euro) für ein Daten­pa­ket und Ver­si­che­rung hinblättern.

Vor­erst ein Verlustgeschäft

Trotz­dem bleibt Pep­per für Soft­bank vor­erst ein Ver­lust­ge­schäft. In den nächs­ten vier Jah­ren wird sich dar­an nichts ändern. Erst nach die­ser Anfangs­zeit rech­net die Fir­ma mit Gewinn. Die Finan­zie­rung ist der­weil gesi­chert. Der chi­ne­si­sche Online-Han­dels­gi­gant Ali­ba­ba sowie der tai­wa­ni­sche Smart­pho­ne-Her­stel­ler Fox­conn inves­tie­ren über 236 Mil­lio­nen Dol­lar in den Robo­ter mit Gefühlen.

Foto: Asi­en­spie­gelRobo­ter Pep­per im Verkaufsladen.
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