In der geschütz­ten Bucht des Fischer­dor­fes Ine in der Prä­fek­tur Kyo­to sind ebe­ne Bau­flä­chen zwi­schen den bewal­de­ten Ber­gen und dem Meer rar gesät. Die Bewoh­ner haben sich hier trotz­dem gemüt­lich ein­ge­rich­tet. Ähn­lich wie in den pit­to­res­ken, süd­ost­asia­ti­schen Fischer­dör­fern haben sie ihre Häu­ser so gebaut, dass sie prak­tisch auf dem Was­ser schwim­men. Funa­ya, «Boots­häu­ser», nennt sich die­se tra­di­tio­nel­len Holz­ge­bäu­de, die im Erd­ge­schoss jeweils eine Boots­ga­ra­ge mit direk­ten Was­ser­zu­gang besit­zen. Im obe­ren Stock befin­det sich der Wohn­be­reich. Alles ist hier auf den Fisch­fang aus­ge­rich­tet. 230 sol­cher Funa­ya lie­gen dicht anein­an­der in die­ser Bucht, die sich über meh­re­re Kilo­me­ter erstreckt und die Häu­ser vor Stür­men und hohem Wel­len­gang schützt. Der Fisch­fang ist die Haupt­ein­nah­me­quel­le des Ortes. Gleich­zei­tig wird zuneh­mend der Tou­ris­mus zu einem wich­ti­gen Fak­tor für die­ses pit­to­res­ke Fischerdörfchen.