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Tsu­wa­no liegt in den Ber­gen zwi­schen den Prä­fek­tu­ren Shi­ma­ne und Yama­gu­chi. Eine loka­le Bahn der JR West hält regel­mäs­sig in die­sem ruhi­gen Ort, der ledig­lich 9000 Ein­woh­ner zählt. Doch nicht immer war es so ruhig. Die vie­len his­to­ri­schen Häu­ser, ein Schrein mit über 1000 roten Toren, eine Burg­rui­ne, zwei katho­li­sche Got­tes­häu­ser und eine her­aus­ge­putz­te Haupt­stras­se mit zahl­rei­chen herr­schaft­li­chen Samu­rai-Häu­sern aus der Edo-Zeit erzäh­len von der beweg­ten Geschich­te von Tsu­wa­no. Hier­hin wur­den 1867 über zwei Dut­zend japa­ni­sche Chris­ten aus Naga­sa­ki ver­schleppt und ermor­det, weil sie und ihre Vor­fah­ren sich über 200 Jah­re lang dem Chris­ten­ver­bot heim­lich wider­setzt hat­ten. Eine klei­ne Kir­che tief in den Ber­gen erin­nert bis heu­te an die­se blu­ti­ge Geschichte.

Die Stadt hat aber auch eine ande­re Sei­te. Hier wur­de der Schrift­stel­ler und Medi­zi­ner Mori Ogai gebo­ren, der 1884 bis 1889 in Deutsch­land leb­te und stu­dier­te. In Tsu­wa­no steht aus­ser­dem ein Muse­um, das dem Foto­jour­na­lis­ten Shisei Kuwa­ba­ra gewid­met ist. Er stammt aus dem Nach­bar­dorf Kibe, das heu­te zu Tsu­wa­no gehört und wur­de bekannt für sei­ne foto­gra­fi­sche Doku­men­ta­ti­on der Fol­gen der Min­ama­ta-Krank­heit (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Das Berg­dorf mit sei­nen 9000 Ein­woh­ner und sei­ner viel­fäl­ti­gen Geschich­te und Archi­tek­tur gehört zu den fas­zi­nie­rends­ten Orten in Japan.

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