Screen­shot: youtube/​ANN­newsCHUnge­wöhn­lich: 16,2 Grad im Januar.

Kal­te Tem­pe­ra­tu­ren und ein kla­rer blau­er Him­mel: So lässt sich ein klas­si­scher japa­ni­scher Win­ter­tag beschrei­ben. Doch in den ers­ten Janu­ar­ta­gen die­ses neu­en Jah­res ist alles ein biss­chen anders. Man­tel, Kapu­ze und Hand­schu­he haben vie­le Japa­ner – zumin­dest für den Moment – weg­le­gen können.

Am 3. Janu­ar stieg das Ther­mo­me­ter in Tokio auf früh­lings­haf­te 16,2 Grad an, wie ANN News beich­tet. Das gab es seit 16 Jah­ren nicht mehr. Gewöhn­lich wird die­se Tem­pe­ra­tur Anfang April in der japa­ni­schen Haupt­stadt gemes­sen, wenn die Kirsch­bäu­me am Blü­hen sind. Im benach­bar­ten Yoko­ha­ma waren es 15,4 und in Oda­wa­ra gar 17,7 Grad. Das gab es seit Beginn der Mes­sun­gen 1978 noch nie.

Som­mer­ge­fühl auf Okinawa

Gleich an 26 Orten im Land wur­den Rekord­tem­pe­ra­tu­ren für die­se Jah­res­zeit gemes­sen, wie NHK News berich­tet. Von Süden her kom­men­de war­me Luft hat für die­sen Aus­nah­me­zu­stand gesorgt, der sich bis in den Nord­os­ten des Lan­des spür­bar macht. In der Haupt­stadt von Oki­na­wa, in Naha, wur­den gar 23,7 Grad gemes­sen. Das ist eine Tem­pe­ra­tur, die in die­ser Regi­on gewöhn­lich Mit­te April ein­tritt. An 6 Orten in die­sem Insel­pa­ra­dies im Süden Japans wur­den gar Tem­pe­ra­tu­ren über 25 Grad gemessen.

Gemäss den Wet­ter­be­hör­den wird die­ses früh­lings­haf­te Wet­ter noch bis heu­te Diens­tag anhal­ten. Wer es wirk­lich win­ter­lich kalt haben möch­te in Japan, dem wird emp­foh­len in den Nor­den des Lan­des zu gehen, am bes­ten nach Aom­ori oder auf die Nord­in­sel Hok­kai­do. Dort sind wer­den für die gan­ze Woche Tem­pe­ra­tu­ren von rund Minus 8 Grad inklu­si­ve Schnee­fall erwartet.