Das mil­lio­nen­schwe­re Maskottchen

Foto: flickr/​Norio Naka­y­a­maSuper­star Kumamon.

Jede Prä­fek­tur, Stadt, jedes Dorf, jede Orga­ni­sa­ti­on, jedes Unter­neh­men, ja sogar die Nukle­ar­bran­che (Asi­en­spie­gel berich­te­te) besitzt in Japan ein Mas­kott­chen, mit man sich von der süs­sen Sei­te prä­sen­tiert. Yuru-Kya­ra (od. Yuru-Cha­ra) nen­nen sich die­se Figu­ren auf Japa­nisch. Seit 2010 gibt es sogar lan­des­wei­te Abstim­mun­gen über das belieb­tes­te Mas­kott­chen, der Yuru-Kya­ra Grand Prix.

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Der unan­ge­foch­te­ne Super­star die­ser spe­zi­el­len Bran­che ist Kuma­mon, der offi­zi­el­le Ver­tre­ter der Prä­fek­tur Kuma­mo­to auf der Süd­in­sel Kyus­hu. Die­ses Mas­kott­chen wur­de vom Desi­gner Manabu Mizu­no erschaf­fen und 2011 der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert. Es han­delt sich um einen süs­sen, etwas toll­pat­schig aus­se­hen­den Bären mit roten Backen. Das japa­ni­sche Wort Kuma, das auch im Stadt- und Prä­fek­tur­na­men Kuma­mo­to ent­hal­ten ist, heisst denn auch nichts ande­res als Bär.

Sein ers­ter Auf­tritt war gleich ein Erfolg. Kuma­mon gewann 2011 den Yuru-Kya­ra Grand Prix. 350 Figu­ren nah­men an die­sem Wett­be­werb teil. Auch finan­zi­ell ist Kuma­mon eben­falls zu einer Erfolgs­ge­schich­te gewor­den. Der Bär ist heu­te auf unzäh­li­gen Pro­duk­ten wie Ess­wa­ren, Klei­dern, Taschen, Küchen­pro­duk­ten oder Zügen aus der Prä­fek­tur Kuma­mo­to zu sehen. Die deut­sche Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­men Steiff erschuf in Zusam­men­ar­beit mit der Prä­fek­tur gar einen Kumamon-Teddybären.

Foto: flickr/​Wien­nat Mong­kul­mannKuma­mon ist über­all präsent.

Kuma­mo­to als Umsatzgarant

Im letz­ten Jahr wur­de aber­mals ein Rekord­um­satz gene­riert, wie die Asahi Shim­bun berich­tet. Erst­mals über­haupt wur­den mit Waren, die Kuma­mon als Wer­be­fi­gur ver­wen­den, über 100 Mil­li­ar­den Yen (800 Mil­lio­nen Euro) ver­dient. Das ist im Ver­gleich zum Vor­jahr eine Stei­ge­rung um 56,6%. Beson­ders Ess­wa­ren pro­fi­tie­ren stark vom Kuma­mon-Boom. Sie machen 78,1 Mil­li­ar­den des letzt­jäh­ri­gen Umsat­zes aus. Aber auch im Aus­land gewinnt Kuma­mon zuneh­mend an Popu­la­ri­tät. Im Aus­land wur­den Kuma­mon-Pro­duk­te im Wert von 2,1 Mil­li­ar­den Yen verkauft.

Das Erfolgs­re­zept hin­ter Kuma­mon ist, dass die Prä­fek­tur kei­ne Lizenz­ge­büh­ren für die Ver­wen­dung der Figur ver­langt, wie das Wall Street Jour­nal berich­te­te. Die ein­zi­ge Bedin­gung ist, dass das ver­kauf­te Pro­dukt in kla­rer Bezie­hung zur Prä­fek­tur Kuma­mo­to steht. Und so stand der unge­hin­der­ten Ver­brei­tung nichts im Weg. Nach nur vier Jah­ren kennt fast jeder Japa­ner die­ses Mas­kott­chen. Für die Prä­fek­tur ist es ein nicht zu unter­schät­zen­der Image-Gewinn.

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