Foto: flickr/​tonko43Kirsch­blü­ten in Japan.

Am Mor­gen des 19. März haben sich in Fuku­o­ka auf der Süd­in­sel Kyus­hu die ers­ten Blü­ten der Yoshi­no-Kirsch­bäu­me gezeigt, wie die Asahi Shim­bun berich­te­te. Das sind drei Tage frü­her als im ver­gan­ge­nen Jahr und sogar vier Tage frü­her als in einem Durch­schnitts­jahr. Trotz Regens stie­gen an die­sem Mor­gen die Tem­pe­ra­tu­ren kurz­wei­lig so stark an, dass es für den Beginn der Kirsch­blü­ten­zeit ausreichte.

Am Nach­mit­tag des­sel­ben Tages zeig­te sich das­sel­be Phä­no­men schliess­lich auch in Nago­ya. Das ist eine Woche frü­her als in einem gewöhn­li­chen Jahr. Bis die Bäu­me die vol­le Blü­te errei­chen, wird es vor­aus­sicht­lich der 26. bis 29. März wer­den. Da es in der nächs­ten Woche deut­lich wär­mer wer­den soll­te, wird es nun Schlag auf Schlag gehen. Von der Süd­in­sel bis nach Tokio ver­wan­deln sich die Pär­ke bis Ende März in ein rosa-weis­ses Blütenmeer.

Um die­se Momen­te der Schön­heit und Ver­gäng­lich­keit des Lebens zu fei­ern, tref­fen sich die Japa­ner in die­ser Zeit unter den Tau­sen­den von Kirsch­bäu­men in den Park­an­la­gen des Lan­des, um mit Freun­den und Kol­le­gen anzu­stos­sen. Hana­mi, die Blu­men­schau, heis­sen die­se aus­ge­las­se­nen, feucht-fröh­li­chen Fes­te. Für vie­le ist es die schöns­te Zeit des Jahres.

Die letz­ten Blü­ten im Mai

Ande­re Regio­nen müs­sen der­weil noch war­ten. In der Regi­on Hoku­ri­ku am Japa­ni­schen Meer sowie im Nord­os­ten sind die Tem­pe­ra­tu­ren noch zu win­ter­lich für die Kirsch­blü­ten. An die­sen Orten wer­den im Ver­lauf des Aprils die Bäu­me blü­hen. Auf der Nord­in­sel Hok­kai­do wird es gar Ende April werden.

Über den genau­en Stand der soge­nann­ten Kirsch­blü­ten­front infor­mie­ren stets die Vor­her­sa­ge­kar­ten der ver­schie­de­nen Wet­ter­sta­tio­nen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Hier sieht man, wann und wo genau die Kirsch­blü­ten zu sehen sein wer­den. Die Japa­ni­sche Tou­ris­mus­be­hör­de bie­tet die­sen Dienst auch auf Eng­lisch an.