Eine heis­se Sommerprognose

Foto: flickr/​Ulis­se Albia­tiSom­mer in Japan.

Auf das El Niño-Phä­no­men (Asi­en­spie­gel berich­te­te) folgt nun La-Niña. So zumin­dest pro­gnos­ti­ziert es die japa­ni­schen Wet­ter­be­hör­de in ihrer Vor­her­sa­ge für die kom­men­den drei Som­mer­mo­na­te, wie NHK News berichtet.

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Wäh­rend El Niño das Wet­ter in Japan auf den Kopf stellt – wenig Schnee im Win­ter, viel Tai­fu­ne und einen unge­wöhn­lich frü­hen Früh­lings­be­ginn – ver­stärkt La Niña die typi­schen Kli­ma­ver­hält­nis­se, wobei die Inten­si­tät jeweils stark vari­iert und die Aus­wir­kun­gen gene­rell weni­ger gra­vie­rend sind als beim «gros­sen Bruder».

So erwar­tet Japan womög­lich ein über­durch­schnitt­lich heis­ser Som­mer. Ber­eis im Mai wur­den an eini­gen Orten bereits über 30 Grad gemes­sen. Für die kom­men­den drei Mona­te sagt die Wet­ter­be­hör­de in wei­ten Tei­len des Lan­des vie­le feucht­heis­se Tage mit erhöh­ten Tem­pe­ra­tu­ren vor­aus. Gleich­zei­tig wird Anfang Juli, in der zwei­ten Hälf­te der Regen­zeit, mit einer etwas grös­se­ren Nie­der­schlags­men­ge als in einem Durch­schnitts­jahr gerech­net. Die Erd­rutsch­ge­fahr könn­te daher anstei­gen, war­nen die Meteorologen.

Ein Mai ohne Taifun

Der­weil gab es zum ers­ten Mal seit 18 Jah­ren kei­nen ein­zi­gen Tai­fun im Mai. Dies mag jedoch für die wei­te­re Ent­wick­lung in die­sem Jahr nicht viel bedeu­ten. Zwar wur­de 1998 – als es im Mai eben­falls ruhig war – über das gan­ze Jahr hin­weg nur 16 Tai­fu­ne regis­triert. Das ist weit weni­ger als die durch­schnitt­li­chen 25,6. In ande­ren ähn­li­chen Jah­ren, als es in der ers­ten Jah­res­hälf­te eben­falls unge­wöhn­lich still war, kam es im Spät­som­mer jedoch zu einer plötz­li­che Häu­fung an Taifunen.

Um das fast uner­träg­li­che Arbeits­le­ben im Som­mer etwas ange­neh­mer zu gestal­ten, hat die Regie­rung vor über zehn Jah­ren die Cool­Biz-Kam­pa­gne gestar­tet, die den japa­ni­schen Sala­ry­men eine locke­re Som­mer­mo­de ver­ord­net: Kra­wat­ten­los, kurz­ärm­lig und mit offe­nem Kra­gen darf man dann ins Büro kom­men (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Für die Bau­ar­bei­ter soll der­weil in die­sem Jahr ein neu­ar­ti­ger Helm mit ein­ge­bau­tem Ven­ti­la­tor für Küh­lung bei der Arbeit an der pral­len Son­ne sor­gen, wie RBB Today berich­tet. Die­ser soll die Tem­pe­ra­tur im Innern des Helms um bis zu 1,8 Grad sen­ken helfen.

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