6000 Pas­sa­gie­re ohne Gepäck

Foto: flickr/​Kero­mi Keroy­a­maEin Check-in-Schal­ter in Haneda.

Am 12. August kam es um 6:50 Uhr im Tokio­ter Flug­ha­fen Hane­da zu einer fol­gen­rei­chen Pan­ne. Aus­ge­rech­net wäh­rend der Obon-Fei­er­ta­ge (Asi­en­spie­gel berich­te­te) gab ein Gepäck­för­der­band im Check-in-Bereich der japa­ni­schen Air­line ANA wegen eines defek­ten Sen­sors sei­nen Geist auf. Der Still­stand hielt gan­ze 40 Minu­ten an, wie NHK News berich­te­te.

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Trotz allem lief der Betrieb an den Schal­tern wei­ter. Das ein­zi­ge noch funk­tio­nie­ren­de För­der­band konn­te jedoch nicht alle Kof­fern abfer­ti­gen. Die Ange­stell­ten began­nen von Hand, die ein­ge­check­ten Gepäck­stü­cke zu sor­tie­ren. Trotz allem reich­te die Zeit nicht aus. In 16 Maschi­nen fehl­ten sämt­li­chen abge­ge­be­ne Gepäck­stü­cke. In wei­te­ren 12 Flug­zeu­gen konn­te nur ein Teil der Kof­fer ver­la­den werden.

Und den­noch lies­sen die Zustän­di­gen bei ANA alle betrof­fe­nen Flug­zeu­ge star­ten, um wei­te­re Ver­spä­tun­gen oder gar Flug­an­nul­lie­run­gen zu ver­hin­dern. Die Pas­sa­gie­re wuss­ten der­weil nichts von der Pan­ne. Erst nach­dem sie wie­der gelan­det waren, wur­den sie von den Ange­stell­ten infor­miert. In den Flug­hä­fen in Osa­ka, Sap­po­ro oder Naha muss­te die Gepäck­bän­der nicht ein­mal ange­schal­tet wer­den. Kein ein­zi­ges ein­ge­check­tes Gepäck­stück hat­te den Ziel­ort erreicht.

Das lee­re Gepäckband

ANA trös­te­te sei­ne Kun­den mit der Nach­richt, dass man jedem Pas­sa­gier das Gepäck noch im Ver­lauf des­sel­ben Tages an die gewünsch­te Adres­se lie­fern wer­de. Auf Twit­ter häuf­ten sich der­weil wüten­de Kom­men­ta­re von Pas­sa­gie­ren. Eine Nut­ze­rin ärger­te sich dar­über, dass ANA beim Abflug die Pas­sa­gie­re nicht kor­rekt infor­miert hat­te. Offen­bar erhiel­ten eini­ge Pas­sa­gie­re, die sich beklag­ten, eine Ent­schä­di­gung in Höhe von 5000 Yen. Ins­ge­samt waren über 6000 Pas­sa­gie­re von die­ser Pan­ne betrof­fen, wie Jiji News berichtete.

Alle in Hane­da lie­gen geblie­be­nen Kof­fern und Taschen wur­den in die nach­fol­gen­den Flü­ge ver­la­den. So konn­ten am Ende des Tages alle ihr Gepäck­stück ent­ge­gen­neh­men. Ver­lus­te soll es kei­ne gege­ben haben, wie ANA bestä­tig­te. Letzt­end­lich muss­te sich die Air­line zwi­schen einem Cha­os im Flug­ha­fen Hane­da oder einem pünkt­li­chen Abflug ohne Gepäck­stü­cke ent­schei­den. Man wähl­te das klei­ne­re Übel.

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