News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Die Stadt der Höllen und Nostalgie

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Unter dem historischen Kurort Beppu auf der japanischen Südinsel Kyushu brodelt es. Hier gibt es rund 3000 Thermalquellen, die den Ort in ein dampfendes Badeparadies mit über 160 öffentlichen Onsen-Bädern verwandeln. Die Hitze der heissen Quellen nutzen Verkaufsstände hier sogar fürs Kochen von Eiern oder Süsskartoffeln. Die weissen Dampfwolken über den Häusern sind überall zu sehen und ein Wahrzeichen der Stadt. Die acht «Höllen-Onsen von Beppu» (jap. Beppu no Jigoku) sind derweil die grossen Sehenswürdigkeiten und so heiss, dass niemand darin baden kann. Es handelt sich um heisse Quellen, die spektakulär an die Erdoberfläche treten.

Bereits in der Meiji-Zeit zog es die Menschen nach Beppu, um zu baden. Das prächtige öffentliche Bad Takegawara-Onsen wurde 1879 gebaut und ist noch immer in Betrieb. Jedes Jahr besuchen Millionen von Touristen Beppu, das gerade mal 120’000 Einwohner zählt. Die ganzen grossen Boomzeiten hatte der Ort jedoch in den unmittelbaren Nachkriegsjahrzehnten. Die alten überdachten Einkaufsstrassen mit den zahlreichen Restaurants, Läden und Vergnügungslokalen zeugen von dieser guten alten Zeit. Die Stadt ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Doch ist es vielleicht gerade dieser Charme einer längst vergangenen Blütezeit, der den Reiz von Beppu ausmacht. Sehen Sie oben eine filmische Hommage an die Stadt der Höllen-Onsen und Nostalgie.

Die brodelnde Stadt. (Foto: Asienspiegel, Jan Knüsel)

Die brodelnde Stadt. (Foto: Asienspiegel, Jan Knüsel)

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