Shi­bu­yas Halloween-Fussgängerzone

Von der Poli­zei streng kon­trol­liert: So sah es letz­tes Jahr beim Scram­ble Crossing aus. Foto: flickr/​ksnyan_​1975

Der Scram­ble Crossing vor dem Bahn­hof des geschäf­ti­gen Tokio­ter Vier­tels Shi­bu­ya ist eines der bekann­tes­ten Wahr­zei­chen der Mil­lio­nen­me­tro­po­le. Die Kreu­zung mit den gigan­ti­schen Pos­tern und digi­ta­len Leucht­re­kla­men an den Fas­sa­den der anlie­gen­den Hoch­häu­ser ist das japa­ni­sche Pen­dant zum New Yor­ker Times Square.

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Der Ort hat sich über die Jah­re auch zu einem Treff­punkt für Fuss­ball­fans, Neu­jahrs­fei­ern und Hal­lo­ween-Par­tys ent­wi­ckelt. Dann wird es an der ohne­hin schon geschäf­ti­gen Kreu­zung gefähr­lich eng. Bis­lang ver­folg­te die Poli­zei die Stra­te­gie, an sol­chen Tagen den Zugang zur Kreu­zung ein­zu­schrän­ken, um Unfäl­len, Mas­sen­pa­ni­ken und Beschä­di­gun­gen zu ver­hin­dern. Bis zu 100 Poli­zis­ten sind dafür nötig. Mit Laut­spre­cher­durch­sa­gen ver­sucht man jeweils, den Men­schen­fluss zu steu­ern (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Eine abso­lu­te Kon­trol­le bie­ten aber selbst die­se Mass­nah­men nicht. 

Tem­po­rä­re Fussgängerzone

Für die kom­men­den Hal­lo­ween-Tage ver­folgt die Poli­zei daher eine neue Stra­te­gie, wie NHK News berich­tet. Der unte­re Teil der Dogenz­a­ka-Ave­nue und die Bunkamu­ra-Stras­se (sie­he Tweet), gleich in der Nähe der gros­sen Kreu­zung, sol­len vom 28. bis 31. Okto­ber jeweils zwi­schen 22 Uhr und Mit­ter­nacht zu einer Fuss­gän­ger­zo­ne umge­wan­delt wer­den. Damit sol­len die Men­schen­mas­sen bes­ser ver­teilt und vom Scram­ble Crossing Druck genom­men wer­den, wo der Auto­ver­kehr wei­ter­hin ver­keh­ren wird. 

Auch für das Neu­jahrs­fest wer­den ähn­li­che Mass­nah­men geplant, wie die Asahi Shim­bun berich­tet. Dann könn­te sogar ein weit grös­se­res Gebiet, zu dem auch die gros­se Kreu­zung gehört, zur tem­po­rä­ren Fuss­gän­ger­zo­ne erklärt wer­den. Zur­zeit wer­den mit den betrof­fe­nen Läden Gesprä­che geführt. Offen­bar sind nicht alle zufrie­den mit die­sem Vor­schlag. Vie­le fürch­ten, dass Shi­bu­ya so voll­ends zur Par­ty­zo­ne wird.

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