Ein neu­er Ani­me von Miyazaki?

Foto: flickr/​deten­ga­seAni­me-Legen­de und Oscar-Preis­trä­ger Hayao Miyazaki.

Vor bereits drei Jah­ren gab der heu­te 75-jäh­ri­ge Hayao Miya­za­ki sei­nen Rück­tritt bekannt­ge­ge­ben (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Mit «Kaze Tachinu» («The Wind Rises») rea­li­sier­te die Ani­me-Legen­de und Stu­dio-Ghi­b­li-Grün­der damals sei­nen letz­ten abend­fül­len­den Ani­me. Ein wei­te­res Pro­jekt in die­sem Umfang wer­de es nicht mehr geben, ver­kün­de­te er damals. Der Auf­wand sei schlicht­weg zu gross. Rund 5 Jah­re rech­net er mit der Pro­duk­ti­on eines Pro­jek­tes. Der Ent­scheid sei daher end­gül­tig, beton­te er.

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Wirk­lich? In einer am Sonn­tag aus­ge­strahl­ten NHK-Doku deu­te­te Hayao Miya­za­ki an, dass er wie­der einen abend­fül­len­den Ani­me plant, wie Cine­ma Today berich­tet. Dar­in hän­dig­te er Stu­dio-Ghi­b­li-Pro­du­zent Toshio Suzu­ki von Hand geschrie­be­ne Noti­zen mit dem geplan­ten Inhalt sei­nes Ani­me-Pro­jek­tes aus.

Neu­er Ani­me bis 2019?

Dar­in stand, dass Miya­za­ki den Film bis 2019 fer­tig stel­len möch­te, also noch vor den Som­mer­spie­len 2020 in Tokio. Er wäre dann 78 Jah­re alt. Scherz­haft mein­te Miya­za­ki gegen­über Suzu­ki: «Könn­test mir nur noch für die­sen Film das Geld zusam­men­krat­zen?» Offen­bar hat der zwei­fa­che Oscar-Preis­trä­ger (Asi­en­spie­gel berich­te­te) bereits ers­te Sze­nen skizziert.

Seit­her mut­mas­sen die Fans im Inter­net, ob der Alt­meis­ter wirk­lich noch­mals zurück­kehrt? Die Vor­freu­de ist jeden­falls schon rie­sig. Bei Miya­za­ki ist jeden­falls alles mög­lich. Bereits in der Ver­gan­gen­heit trat er wie­der­holt zurück, um kurz dar­auf ein neu­en Film zu machen.

Seit 2 Jah­ren an einem Kurzanime

Untä­tig ist er seit sei­nem Rück­tritt nicht geblie­ben. Seit mehr als zwei Jah­ren arbei­tet er an einem Kurz­ani­me für das Ghi­b­li-Muse­um. Das Werk soll auf der Geschich­te von «Kemu­shi no Boro» («Boro, die Rau­pe») basie­ren (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Ursprüng­lich woll­te Miya­za­ki bereits in den 90ern dar­aus einen abend­fül­len­den Film machen, schliess­lich gab er das Pro­jekt auf. Dies war kurz vor der Pro­duk­ti­on von «Prin­zess Mononoke».

Der Kurz­ani­me wird auch Miya­za­kis ers­ter Werk sein, das voll­stän­dig com­pu­ter­ani­miert ist. Die Tech­nik scheint ihm jedoch mehr Mühe als Freu­de zu berei­ten, wie im NHK-Bei­trag ersicht­lich wird. Miya­za­ki gehört noch zur alten Zunft der Ani­me-Macher, die ihre Bil­der noch ganz klas­sisch von Hand zeich­ne­ten. Nur ver­ein­zelt setz­te er in sei­nen preis­ge­krön­ten Fil­men Com­pu­ter­gra­fik ein.

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