Foto: flickr/​Maru­fishEin Schrein­be­such an Neujahr.

Jeweils Ende Dezem­ber gön­nen sich die Japa­ner eine Aus­zeit. Für ein paar Tage keh­ren vie­le zurück in ihre Hei­mat­or­te, wo man Sil­ves­ter mit der Fami­lie ver­bringt, gefolgt von einem Schrein- oder Tem­pel­be­such. Für die Ange­stell­ten öffent­li­cher Diens­te hat die­ser Kurz­ur­laub bereits am 29. Dezem­ber begon­nen und wird am 3. Janu­ar enden. 

Der Gross­teil der Ange­stell­ten pri­va­ter Unter­neh­men star­tet sei­nen Urlaub der­weil am heu­ti­gen Frei­tag. Für die Leu­te, in in einer Bank oder bei der Post arbei­ten, ist es ein schlech­tes Jahr. Sie müs­sen sich mit dem Mini­mum von zwei frei­en Tagen, am 2. und 3. Janu­ar, zufrie­den geben. Arbei­tet man in einem Laden oder Restau­rant fällt die Fei­er­tags­pe­ri­ode nor­ma­ler­wei­se kom­plett aus.

Aus­ge­buch­te Flü­ge und Shinkansen

Für Tou­ris­ten, die sich in die­ser Zeit in Japan auf­hal­ten, gilt es sich gut vor­zu­be­rei­ten. Die Shink­an­sen-Züge sind dann gewöhn­lich bis zum letz­ten Platz gefüllt, Hotels in vie­len Städ­ten aus­ge­las­tet und vie­le Flü­ge ausgebucht.

Ange­fan­gen hat der Neu­jahrs­stress ges­tern. Die wich­ti­gen Inlands­flug­ver­bin­dun­gen waren fast voll­stän­dig aus­ge­bucht, wie NHK News berich­te­te. Auch für die belieb­ten Shink­an­sen-Ver­bin­dun­gen konn­te man fast kei­ne Sitz­re­ser­va­ti­on mehr täti­gen. Am Frei­tag und am Sams­tag wird der Andrang in den Flug­hä­fen und Bahn­hö­fen des Lan­des noch grös­ser. Auch auf den Auto­bah­nen, die die Metro­po­len Tokio, Nago­ya und Osa­ka ver­bin­den, kam es bereits zu meh­re­ren Kilo­me­tern Stau.

Japans Fei­er­tags­pe­ri­oden

Ähn­li­che Fei­er­tags­pe­ri­oden, die sich Japan-Rei­sen­de unbe­dingt mer­ken soll­ten, sind die Gol­den Week Anfang Mai (Asi­en­spie­gel berich­te­te) sowie die Obon-Zeit Mit­te August (zir­ka 11. bis 15. August, Asi­en­spie­gel berich­te­te). Und alle paa­re Jah­re kommt noch die Sil­ver Week hin­zu, wenn zwei Fei­er­ta­ge (Tag der Ach­tung vor dem Alter und Herbst­an­fang) genug nahe beim Wochen­en­de lie­gen, so dass man inklu­si­ve Wochen­en­de gleich ein paar Tage hin­ter­ein­an­der frei hat.