News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Pakchee: Die Speise des Jahres

Angesagt: Koriander auf der Ramen-Nudelsuppe. (Foto: flickr/ Guilhem Vellut)

Angesagt: Koriander auf der Ramen-Nudelsuppe. (Foto: flickr/ Guilhem Vellut)

Eine Eigenheit der japanischen Esskultur ist ihre ständige Weiterentwicklung. Die riesige gastronomische Konkurrenz zwingt die Restaurants und Chefköche permanent neue Gerichte und Rezepte zu entwickeln. Japans grösster Online-Restaurant-Guide Gurunavi ist besonders informiert, wenn es darum geht, kulinarische Trends ausfindig zu machen.

Aus diesem Grund kürt Gurunavi seit 2014 die Speise des Jahres. 2015 ging der Titel an das neuartige Reissandwich Onigirazu (Asienspiegel berichtete). Für 2016 waren insgesamt 15 Speisen und Getränke nominiert. Diese basieren auf den Suchbegriffen der monatlich 57 Millionen Nutzer sowie auf den Antworten einer Online-Umfrage unter den fast 15 Millionen Mitgliedern.

Das Rennen gemacht hat ein grünes Küchenkraut, dessen unverkennbarer Geschmack vielen Europäern Mühe bereitet und die Südostasiaten heiss lieben. Nun können auch die Japaner nicht mehr ohne. Gemeint ist der Koriander, Japans neu gekürte Speise des Jahres 2016. Die Japaner benutzen dafür das thailändische Wort Pakchee.

Ein Heilkraut

In den Restaurants in Japan entdeckt man es zunehmend in Salaten, Nudelsuppen, im Nabe, im Shabushabu, in Cocktails oder auch in Desserts. Der Trend wird auch sichtbar in den Supermärkten, wo es inzwischen Salatsaucen, Snacks und Fertigessen mit dem Küchenkraut gibt. Der Erfolg liegt offenbar auch in der heilenden Wirkung des Korianders, der gut gegen chronische Entzündungskrankheiten, Verdauungsprobleme und antibiotikaresistente Infektionen sein soll.

Für die bedingungslosen Anhänger des Küchenkrauts gibt es inzwischen einen Übernahmen: Pakuchisuto.

Auch das geht: Pakchee-Yakisoba:

Pakchee-Chips:

Kommentar schreiben