Sap­po­ros Regenbogen-Revolution

Foto: flickr/​IIP Pho­to Archi­veLove Wins: Die Tokyo Rain­bow Pri­de 2016 in Tokio.

Die Gross­stadt Sap­po­ro schliesst sich der Regen­bo­ben-Revo­lu­ti­on an, die im Jahr 2015 im Tokio­ter Bezirk Shi­bu­ya ihren Anfang nahm. Im ver­lau­fe des kom­men­den Jah­res will sie die ein­ge­tra­ge­ne Part­ner­schaft für gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re erlau­ben, wie die Hok­kai­do Shim­bun berich­tet. Dies hat Bür­ger­meis­ter Katsu­hi­ro Aki­mo­to angekündigt.

Damit ist sie die sechs­te poli­ti­sche Gemein­de in Japan, die die­sen Schritt voll­zieht. Der Tokio­ter Bezirk Shi­bu­ya war der ers­te Ort, der im Novem­ber 2015 die gleich­ge­schlecht­li­che Part­ner­schaft umsetz­te (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Der bevöl­ke­rungs­reichs­te Bezirk der japa­ni­schen Haupt­stadt, Setaga­ya, zog zeit­gleich nach.

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Wenig spä­ter folg­te die Klein­stadt Iga in der Prä­fek­tur Mie (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Im Juni die­ses Jah­res war die zwi­schen Kobe und Osa­ka gele­ge­ne Stadt Taka­ra­zu­ka in der Prä­fek­tur Hyo­go an der Rei­he (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die Mil­lio­nen­stadt der Nordinsel

Sap­po­ros Ankün­di­gung ist in vie­ler­lei Hin­sicht von gros­ser Bedeu­tung. Es ist die ers­te Stadt in der gesam­ten nörd­li­chen Regi­on Japans, die sich für die LGBT-Gemein­de öff­net. Sap­po­ro ist zudem das poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Zen­trum der Nord­in­sel Hok­kai­dos und mit 1,95 Mil­lio­nen Ein­woh­nern die fünft­gröss­te Stadt Japans (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die Stadt bewirbt sich zudem für die Win­ter­spie­le 2026 (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die recht­li­che Sicht

Die ein­ge­tra­ge­ne Part­ner­schaft, wenn auch nicht recht­lich bin­dend, soll im All­tag Dis­kri­mi­nie­run­gen, wie bei­spiels­wei­se bei der gemein­sa­men Woh­nungs­su­che oder bei einem Besuch des Part­ners im Kran­ken­haus, besei­ti­gen hel­fen. Aus­ser­dem kön­nen die Behör­den in Shi­bu­ya Leu­te und Unter­neh­men bestra­fen, denen man ein dis­kri­mi­nie­ren­des Ver­hal­ten gegen­über sexu­el­len Min­der­hei­ten nach­wei­sen kann.

Auch die Wirt­schaft hat die Zei­chen der Zeit erkannt. Gross­kon­zer­ne wie Pana­so­nic, Soft­bank oder IBM haben ange­kün­digt, dass gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re, die ihre Part­ner­schaft ein­ge­tra­gen haben, in den Genuss aller sozia­ler Vor­zü­ge kom­men, die bereits ver­hei­ra­te­ten Ange­stell­ten zuste­hen. Bei­spiels­wei­se wird es mög­lich sein, bei fami­liä­ren Hoch­zei­ten oder Beer­di­gun­gen in der Fami­lie frei zu neh­men (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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