Das Nacht­rei­se­zug-Hotel

Foto: face​book​.com/​t​r​a​i​n​h​o​s​t​e​l​h​o​k​u​t​osei/Ein Schlaf­ab­teil im neu­en Train Hos­tel Hokutosei.

Die «Blue Trains» sind die ältes­ten Schlaf­wa­gen­zü­gen Japans. 1958 fei­er­ten sie ihr Debüt. Mit dem Auf­kom­men des Hoch­ge­schwin­dig­keits­zug Shink­an­sen schwand jedoch deren Bedeu­tung. Der letz­te sei­ner Art war der Hoku­to­sei, der ab 1988 zwi­schen Ueno in Tokio und Sap­po­ro auf der Nord­in­sel Hok­kai­do verkehrte.

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16,5 Stun­den dau­er­te die Fahrt. Zur Aus­wahl stan­den pri­va­te Ein­zel- und Dop­pel­zim­mer sowie Abtei­le mit meh­re­ren Bet­ten. Aus­ser­dem gab es im Hoku­to­sei auch ein Restaurant.

Die letz­te Fahrt

Im August 2015 hat­te der er sei­ne letz­te Fahrt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Der neue Hok­kai­do-Shink­an­sen, der die­sel­be Stre­cke in etwas mehr als vier Stun­den zurück­legt (Asi­en­spie­gel berich­te­te), hat­te ihn end­gül­tig über­flüs­sig gemacht.

Über 2500 Zug-Fans emp­fin­gen den Hoku­to­sei bei sei­ner letz­ten Ein­fahrt in Ueno (Asi­en­spie­gel berich­te­te), so beliebt war die­ser Nacht­rei­se­zug. Ganz ver­schwun­den ist der Hoku­to­sei jedoch nicht.

Aus dem Zug wird ein Hotel

Seit Ende 2016 gibt es ihn als Hotel auf gleich sechs Stock­wer­ken.Train Hos­tel Hoku­to­sei heisst der neue Ort im zen­tra­len Tokio­ter Vier­tel Nihon­ba­shi, der von einer Toch­ter­fir­ma von der Bahn­fir­ma JR East betrie­ben wird und am 15. Dezem­ber 2016 eröff­net wurde.

Alles soll sich hier wie im dama­li­gen Nacht­rei­se­zug anfüh­len. Hier­für wur­den die ori­gi­na­len Sit­ze mit dem Lie­ge­be­reich dar­über auf drei Stock­wer­ken instal­liert. 78 sol­cher Bet­ten gibt es ins­ge­samt. Dane­ben gibt es noch eine Aus­wahl an Pri­vat­räu­men. Nicht nur die Bet­ten, son­dern auch ehe­ma­li­ge Türen, Bett­lam­pen, Sit­ze und Tafeln stam­men aus dem Hoku­to­sei.

Das Retro-Hotel ist so etwas wie eine Alter­na­ti­ve zu den klas­si­schen Kap­sel-Hotels. Auch preis­lich befin­det es sich im sel­ben Rah­men. 2500 bis 4000 Yen kos­tet die Nacht im «Schlaf­ab­teil».

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