Screen­shot: youtube/​ecboDen Kof­fer im nahe gele­ge­nen Café deponieren.

Die Schliess­fä­cher in den gros­sen Bahn­hö­fen Tokios sind so beliebt, dass man als Tou­rist zeit­wei­se ver­ge­bens nach einem lee­ren Fach sucht. Aus­ser­dem gibt es einen aku­ten Man­gel an Fächern für die gros­sen Kof­fern. Der Tou­ris­mus­boom hat die Nach­fra­ge nach Gepäck­auf­be­wah­rungs­or­ten noch ein­mal anstei­gen lassen. 

Auf­ge­fal­len war dies auch dem Tokio­ter Shi­ni­chi Kudou, als er einem Tou­ris­ten ver­geb­lich half, ein frei­es Schliess­fach in Shi­bu­ya zu fin­den, wie er NHK News in einem Inter­view erklärte.

Das UBER der Gepäckaufbewahrung

Aus der Not hat er ein Geschäft gemacht. Die Web­site Ecbo Cloak ist so etwas wie der UBER der Gepäck­auf­be­wah­rung. Die­se zeigt auf einer über­sicht­li­chen Kar­te alle Cafés, Bars und Hotels in der Nähe an, die bereits sind, das Gepäck für maxi­mal einen Tag auf­zu­be­wah­ren. Ein­mal regis­triert kann der Kun­de dort ein Plätz­chen für sei­nen Kof­fer für irgend­ei­nen gewünsch­ten Zeit­punkt reservieren.

Der Kun­de muss dann nur noch sein Gepäck am ent­spre­chen­den Ort abge­ben, der Ver­ant­wort­li­che lädt anschlies­send zur gemein­sa­men Kon­trol­le noch ein Foto des Kof­fers oder der Tasche hoch. Die Auf­be­wah­rung eines klei­nen Gepäck­stücks kos­tet 300, die eines gros­sen 600 Yen für maxi­mal einen Tag. Bezahlt wird bei Abho­lung. Die läs­ti­ge Suche nach einem Schliess­fach im Bahn­hof ent­fällt somit komplett. 

Die Aus­wahl ist noch beschränkt

Ecbo Cloak steckt noch in der Start­pha­se. Noch ist die Aus­wahl vor allem auf Shi­bu­ya und auf ein­zel­ne Orte in Asa­ku­sa und Shin­juku beschränkt. Nun geht es dar­um, das Ange­bot an Gepäck­auf­be­wah­rungs­or­ten zu erwei­tern. Es dür­fen sich alle mög­li­chen Cafés, Bars und Hotels, die noch Platz für Kof­fern haben, für den Dienst anmel­den. Gera­de für klei­ne­re Cafés könn­te es zu einem lukra­ti­ven Neben­er­werb wer­den. Hier ein Wer­be­vi­deo von Ecbo Cloak: