News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Tipps für die beste Sicht auf den Fuji

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Hokusais Farbholzschnitt-Serie «Die 36 Ansichten auf den Fuji» aus dem 19. Jahrhundert machte den Berg weltweit weltberühmt und zum Wahrzeichen Japans schlechthin. Seit 2013 gehört der Fuji und sein pittoreskes Umland zum UNESCO-Welkulturerbe (Asienspiegel berichtete).

Früher war es den Poeten und Malern vorbehalten, den 3776 Meter hohen symmetrischen Kegel für die Ewigkeit festzuhalten. Inzwischen fotografieren und filmen alle den Berg zu jeder Stunde, jeder Jahreszeit und aus jedem Winkel. Der Fuji ist heute eines der meist fotografierten Sujets in Japan. Doch es ist nicht immer einfach, diesen magischen Berg zu Gesicht zu bekommen. Der Gipfel versteckt sich gerne hinter den Wolken. An einem Tag wechselt die Wetterlage beim Kegel gleich mehrmals (Asienspiegel berichtete). Nicht wenige Touristen reisen enttäuscht ab, ohne den Berg nur einmal gesehen zu haben.

Die Sicht auf den Fuji vom See Kawaguchi. (Foto: Asienspiegel)

Die Sicht auf den Fuji vom See Kawaguchi. (Foto: Asienspiegel)

Allgemeine Tipps

In meinem gestern publizierten Kurzfilm über den Fuji (siehe Film oben) habe ich den Berg aus 21 Blickwinkeln festgehalten. Einige Leser haben mich gefragt, wie ich dabei vorgegangen sei. Es bedurfte einiger Planung und Glück, dass ich den Fuji während meinen kurzen drei Tagen in der Region so oft sehen und filmen konnte. Im Folgenden einige persönliche Tipps und empfehlenswerte Aussichtspunkte, damit auch Sie auf Ihrer Japan-Reise den Fuji nicht verpassen:

Jahreszeit
Ich halte mich an die Philosophie, den Fuji im Sommer zu besteigen und im Winter aus der Ferne zu geniessen. Denn in den kalten Jahreszeiten, wenn sich eine Schneekrone bildet, ist der Fuji am schönsten. Gleichzeitig hat es auf der japanischen Pazifikseite im Winter überdurchschnittlich viele Tage mit blauem wolkenfreiem Himmel. Die Wahrscheinlichkeit den Fuji von seiner besten Seite zu sehen, ist somit im Spätherbst und im Winter am höchsten.

Planung
Es gilt: Der Fuji passt sich nicht Ihrer Planung an, Sie haben sich an den Fuji anzupassen. Planen Sie daher mindestens zwei Tage für die Fuji-Besichtigung ein. Achten Sie stets auf die Wettervorhersage, um sich zur richtigen Zeit an den richtigen Ort zu begeben. Es gibt zudem unzählige Aussichtspunkte. Man könnte ein Leben damit verbringen, all diese Orte zu entdecken. Der Fuji selber befindet sich auf der Grenze zwischen den Präfekturen Yamanashi und Shizuoka. Für den Youtube-Film habe ich mich auf Aussichtspunkte in diesen zwei Regionen fokussiert.

Empfehlenswerte Aussichtspunkte

1 Nihondaira-Plateau

Viel Wald, Teeplantagen, eine pittoreske Buch mit Hafen und dahinter der Fuji in seiner ganzen Pracht. Das Nihondaira-Plateau in der Präfektur Shizuoka bietet die perfekte Panorama-Aussicht auf den Berg. Der Hügel ist vom Bahnhof Shizuoka mit dem Bus erreichbar (Station Nihondaira Ropeway)

Die Sicht vom Nihondaira-Plateau in der Präfektur Shizuoka. (Foto: Asienspiegel)

Die Sicht vom Nihondaira-Plateau in der Präfektur Shizuoka. (Foto: Asienspiegel)

2 Miho-no-Matsubara / Miho-Beach

Der 7 Kilometer lange Strand mit dem Kiefernwald ist ebenfalls Teil des Fuji-Weltkulturerbes. Hier sieht man das Meer und den Fuji in der Ferne. Fahren Sie vom Bahnhof Shizuoka zum Bahnhof Shimizu, wo sie den «Miho Yamanote Line»-Bus nehmen, der Sie zur Station Miho-no-Matsubara-Iriguchi bringt. Von dort aus ist es nochmals ein 20-minütiger Fussmarsch bis zum idealen Aussichtspunkt am Strand.

Das Meer und der Fuji: Miho Beach. (Foto: Asienspiegel)

Das Meer und der Fuji: Miho Beach. (Foto: Asienspiegel)

3 Fujikawaguchiko

Fujikawaguchiko ist so etwas wie das Zermatt von Japan (die beiden Orte haben 2015 sogar ein Freundschaftsabkommen abgeschlossen). Von der Nordseite des wunderschönen Sees Kawaguchi hat man von praktisch überall die perfekte Sicht auf den Hausberg Fuji. Beim Bahnhof Kawaguchiko kann man Fahrräder mieten und so die Gegend rund um den See erkunden.

Der See und der Fuji. (Foto: Asienspiegel)

Der See und der Fuji. (Foto: Asienspiegel)

4 Chureito-Pagode

Der Fuji mit der Chureito-Pagode im Vordergrund gehört zu den bekanntesten Japan-Fotosujets überhaupt. Fahren Sie hierfür mit der Fujikyuko-Bahnlinie nach Shimoyoshida. Von dort aus ist es ein 10-minütiger Fussmarsch den Berg hoch zur Pagode. Aufgepasst: Es sind über 400 Treppen, der Weg dorthin ist steil.

Die Pagode und der Fuji. (Foto: Asienspiegel)

Die Pagode und der Fuji. (Foto: Asienspiegel)

5 Fujiyoshida

Von der alten Hauptstrasse des Städtchens Fujiyoshida hat man eine ganz spezielle Sicht auf den riesigen alles überragenden Fuji. Der Kontrast zwischen Stadt und Berg ist hier besonders schön. Fujiyoshida ist ebenfalls mit der Fujikyuko-Linie von Kawaguchiko erreichbar. Steigen Sie beim Bahnhof Fujisan aus.

Der direkte Weg zum Fuji. (Foto: Asienspiegel)

Der direkte Weg zum Fuji. (Foto: Asienspiegel)

6 Flugzeug

Ich fliege meistens mit ANA, Swiss und Lufthansa nach Japan. Bei den Hinflügen dieser Airlines ist der Fuji in der Regel auf der rechten Seite zu sehen, vorausgesetzt das Wetter und die Tageszeit lassen es zu. Beim Rückflug sitzt am besten auf der linken Seite.

Der Blick vom Flugzeug auf den Fuji. (Foto: Asienspiegel)

Der Blick vom Flugzeug auf den Fuji. (Foto: Asienspiegel)

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