Ein ein­fa­ches Foto zu schies­sen, ist für vie­le Japa­ner zu banal. Im Insel­staat gilt es zu posie­ren. Das bekann­tes­te Bei­spiel ist das Hand­zei­chen, bei der Zei­ge- und Mit­tel­fin­ger zu einem V aus­ge­streckt wer­den. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg kann­te man es im Wes­ten als «Victory»-Zeichen, in der Hip­pie-Zeit wur­de es schliess­lich zur Frie­dens­ges­te umge­deu­tet. Und irgend­wann in den 1970er-Jah­ren gelang­te es auch nach Japan, wo es heu­te als «Peace»-Zeichen bekannt ist.

Wer nun aber glaubt, dass sich die Japa­ner ein­zig auf die­se Ges­te redu­zie­ren las­sen, der muss umden­ken. Viel­mehr gibt es, gera­de unter den High­school-Schü­le­rin­nen unzäh­li­ge popu­lä­re Posen und Hand­be­we­gun­gen fürs per­fek­te japa­ni­sche Foto. Die Trends ändern sich lau­fend und stets gibt es eine Bezeich­nung für die Geste. 

Die Geschich­te der Posen

In einem amü­san­ten Kurz­vi­deo des Tele­kom­kon­zerns NTT Doco­mo prä­sen­tiert die japa­ni­sche Girl-Band Tokyo Per­for­mance Doll die Geschich­te der Posen der High­school-Schü­le­rin­nen und beschränkt sich dabei nicht nur aufs Foto­zeit­al­ter. Und so stellt sich her­aus, dass das klas­si­sche Peace-Zei­chen bereits ziem­lich anti­quiert wirkt, eine Pose der Showa-Nach­kriegs­zeit (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Doch schau­en Sie selbst im Video oben.