News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Japans Peace-Zeichen

Ein einfaches Foto zu schiessen, ist für viele Japaner zu banal. Im Inselstaat gilt es zu posieren. Das bekannteste Beispiel ist das Handzeichen, bei der Zeige- und Mittelfinger zu einem V ausgestreckt werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg kannte man es im Westen als «Victory»-Zeichen, in der Hippie-Zeit wurde es schliesslich zur Friedensgeste umgedeutet. Und irgendwann in den 1970er-Jahren gelangte es auch nach Japan, wo es heute als «Peace»-Zeichen bekannt ist.

Wer nun aber glaubt, dass sich die Japaner einzig auf diese Geste reduzieren lassen, der muss umdenken. Vielmehr gibt es, gerade unter den Highschool-Schülerinnen unzählige populäre Posen und Handbewegungen fürs perfekte japanische Foto. Die Trends ändern sich laufend und stets gibt es eine Bezeichnung für die Geste.

Die Geschichte der Posen

In einem amüsanten Kurzvideo des Telekomkonzerns NTT Docomo präsentiert die japanische Girl-Band Tokyo Performance Doll die Geschichte der Posen der Highschool-Schülerinnen und beschränkt sich dabei nicht nur aufs Fotozeitalter. Und so stellt sich heraus, dass das klassische Peace-Zeichen bereits ziemlich antiquiert wirkt, eine Pose der Showa-Nachkriegszeit (Asienspiegel berichtete). Doch schauen Sie selbst im Video oben.

Das war in den 80ern in: Die Showa-Style-Pose. (Screenshot: youtube/ docomoOfficial)

Das war in den 80ern in: Die Showa-Style-Pose. (Screenshot: youtube/ docomoOfficial)

 

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