News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Mit dem Mario Kart durch Tokio

Das Super-Mario-Gefühl: Eine MariCar-Fahrerin in Shibuya. (Foto: Asienspiegel)

Das Super-Mario-Gefühl: Eine MariCar-Fahrerin in Shibuya. (Foto: Asienspiegel)

Mit einem Gefährt im Mario Kart-Stil zwei Stunden lang durch die Strassen der Tokioter Viertel Roppongi, Shibuya und Shinagawa fahren: Der Dienst MariCar macht dies möglich und hat sich in den letzten Jahren zu einem Renner unter ausländischen Touristen entwickelt.

Nintendo, der Urheber der beliebten Videospiel-Serie Mario Kart, geht bei diesem Vergnügen jedoch leer aus. Aus diesem Grund hat der Konzern aus Kyoto die Firma MariCar und deren Besitzer verklagt, wie NHK News berichtet. Der Vorwurf: MariCar verdiene mit Elementen der Mario Kart-Reihe Geld ohne dafür eine Bewilligung von Nintendo eingeholt zu haben.

Anspielungen und Nintendo-Charaktere

Tatsächlich erinnert bei dieser Dienstleistung so ziemlich alles an Super Mario, auch wenn im Firmenname («MariCar») und im aktuellen Slogan («Real Life SuperHero Kart») eine direkte Erwähnung vermieden wird. MariCar leiht aber den Kunden für die Fahrt Kostüme bekannter Nintendo-Charaktere aus. Deren Fotos wurden auch schon verwendet, um damit Werbung zu machen. Und genau dies sei eine klare Verletzung des Urheberrechts, so Nintendo. Der Konzern fordert daher Schadenersatz.

MariCar entgegnet, dass man vor einigen Monaten bereits mit Vertretern von Nintendo gesprochen habe. Der Konzern habe sich damals verständnisvoll gezeigt. Man sei nun überrascht über die plötzliche Klage.

Mario Kart in Shibuya. (Foto: Asienspiegel)

Mario Kart in Shibuya. (Foto: Asienspiegel)

Kommentar schreiben