In Japan wird die klas­si­sche schwar­ze Wand­ta­fel nicht nur wäh­rend der Unter­richts­zeit ver­wen­det. Leh­rer wie auch Schü­ler nut­zen die Wand­ta­fel, um dar­auf ein­drück­li­che Krei­de­ge­mäl­de zu erschaf­fen. Die The­men­aus­wahl ist unend­lich (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Vie­le davon wer­den auf Twit­ter unter #黒板アート («Wand­ta­fel-Kunst») publiziert.

Ein japa­ni­scher Leh­rer beherrscht die­ses Hand­werk auf höchs­tem Niveau. Jeweils an spe­zi­el­len Tagen zau­bert er auf die Wand­ta­fel ein klei­nes Kunst­werk und ver­öf­fent­licht die­se unter dem Nut­zer­na­men @hamacream auf Twit­ter und Insta­gram. So ver­ab­schie­de­te er Ende Febru­ar eine Klas­se, die vor dem Abschluss stand, mit einem Bild von Hayao Miya­za­kis «Kikis klei­ner Lieferservice»:

Manch­mal erfüllt er auch die Wün­sche sei­ner Schü­ler. Die­se woll­ten offen­bar ein Gemäl­de des Ani­me-Hits «Your Name» (Asi­en­spie­gel berich­te­te) auf der Wand­ta­fel sehen. @hamacream setz­te dies anläss­lich des Kul­tur­fes­tes der Schu­le per­fekt um:

Am 31. Dezem­ber 2016 wünsch­te er sei­nen Schü­lern mit einem Toto­ro-Krei­de­kunst­werk ein fro­hes neu­es Jahr:

In Japan hat sich der krea­ti­ve Leh­rer schon längst einen Namen gemacht. Die gros­se Asahi Shim­bun wid­me­te ihm einen gan­zen Artikel:

@hamacream kennt sich aber nicht nur in der Popu­lär­kul­tur aus. Selbst Leo­nar­do Da Vin­cis Abend­mahl hat er auf die Wand­ta­fel übertragen:

Auch Hoku­sais «Gros­se Wel­le vor Kana­ga­wa» aus den «36 Ansich­ten des Ber­ges Fuji» darf nicht fehlen: