Foto: flickr/​Sig.Ein japa­ni­scher Klas­si­ker: Cal­bee Chips.

Cal­bee ist eine Macht in Japan. Beim Kauf von Kar­tof­fel­chips kommt an die­ser Mar­ke nie­mand vor­bei. Die Fir­ma ist auch Stolz dar­auf, dass die Chips aus japa­ni­schen Kar­tof­feln her­ge­stellt wer­den. Doch in die­sem Jahr wird genau die­se Tat­sa­che zum Pro­blem. Denn eine schlech­te Kar­tof­fel­ern­te in Hok­kai­do – die Nord­in­sel wur­de 2016 gleich von meh­re­ren Tai­fu­nen heim­ge­sucht (Asi­en­spie­gel berich­te­te) – hat zur Fol­ge, dass Cal­bee nicht mehr im sel­ben Umfang Kar­tof­fel­chips pro­du­zie­ren kann, wie die Huf­fing­ton Post Japan berich­tet.

Cal­bee hat nun den Ver­kauf von 18 Sor­ten per­ma­nent ein­ge­stellt. Für 15 wei­te­re Sor­ten gilt ein tem­po­rä­rer Stopp. Zwar ver­sucht der Her­stel­ler, den Man­gel mit Import­kar­tof­feln aus den USA zu kom­pen­sie­ren. Doch offen­bar ist man mit deren Qua­li­tät nicht zufrie­den. Aus die­sem Grund kon­zen­triert sich Cal­bee nun auf den Ver­kauf der klas­si­schen Kar­tof­fel­chips-Sor­ten. Auch Kon­kur­rent Koi­keya hat ähn­li­che Mass­nah­men ange­kün­digt. Neben der schlech­ten Ern­te wur­de zudem eine Pro­duk­ti­ons­stät­te der Fir­ma durch den Tai­fun überschwemmt.

Hams­ter­käu­fe und Umsatzsteigerung

Nur schon die Ankün­di­gung von Cal­bee hat offen­bar zu Hams­ter­käu­fen gesorgt, wie die Nik­kei Shim­bun berich­tet. Eini­ge betrof­fe­ne Sor­ten wer­den sogar im Inter­net zu hohen Prei­sen gehan­delt. Allei­ne in der Haupt­stadt­re­gi­on Tokio ist in den letz­ten Tagen der Umsatz von Cal­bee im Ver­gleich zum Vor­jahr um das Dop­pel­te ange­stie­gen. Vom «Pote­chi-Shock» ist in Japan nun die Rede.