Foto: flickr/​City Foods­tersBegehrt: Grün­tee in Japan.

Die Prä­fek­tur Shi­zuoka ist berühmt für ihre Tee­an­bau­ge­bie­te. Für den Grün­tee aus die­ser Regi­on sind eini­ge bereit, ein klei­nes Ver­mö­gen zu inves­tie­ren. So bezahl­te bei der ers­ten Auk­ti­on des Jah­res in der Stadt Fuji­no­miya ein Gross­händ­ler gleich 1,08 Mil­lio­nen Yen (8900 Euro) für 1 Kilo von Hand ver­ar­bei­te­te Grün­tee­blät­ter der Sor­te Saem­ido­ri, wie die Shi­zuoka Shim­bun berich­tet. Das ist ein his­to­ri­scher Rekord und gleich mehr als das 10-fache des bis­her höchs­ten Auk­ti­ons­prei­ses, der bei 88’800 Yen lag.

Der Grün­tee stammt von Tee­bau­ern aus Fuji­no­miya. Die Sor­te Saem­ido­ri ist bekannt für ihr leuch­ten­des Grün und den mild-süss­li­chen Geschmack. Der Preis von 1,08 Mil­lio­nen Yen ist der­weil kein Zufall. In Japan beschreibt man den 108. Geburts­tag mit dem Wort Cha­ju (茶寿), wel­ches das Zei­chen für «Tee» beinhal­tet. Ent­spre­chend gab man vor der Auk­ti­on die­sen Wunsch­preis an, den nun tat­säch­lich ein loka­ler Gross­händ­ler zu bezah­len bereit war.

Täg­lich eine Tas­se Grüntee

Die stei­gen­den Prei­se haben auch damit zu tun, dass der japa­ni­sche Grün­tee im Aus­land immer belieb­ter wird. Der japa­ni­sche Grün­tee hat nicht nur einen ein­zig­ar­ti­gen mil­den Geschmack, son­dern ist auch gut für die Gesund­heit. Das Natio­na­le Krebs­zen­trum in Japan kam in einer 19-jäh­ri­gen Stu­die zum Schluss, dass der täg­li­che Genuss von Grün­tee das Leben ent­schei­dend ver­län­gern kann (Asi­en­spie­gel berich­te­te).