News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Die futuristische Kasse

Japan hat sich in den letzten Jahren zu einem Bäcker- und Konditoren-Paradies entwickelt. Ketten wie Le Pain Quotidien, Delifrance, Maison Kayser, St. Marc sind inzwischen im ganzen Land präsent. Aber auch Pâtissier-Superstars wie Cronut-Erfinder Dominique Ansel haben in Japan ihren eigenen Laden eröffnet.

Die meisten Bäckereien funktionieren in Japan nach dem Selbstbedienungsprinzip. Man wählt das Gebäck selbst aus, legt diese auf ein Tablett, das man zur Kasse bringt, wo der Angestellte die ausgewählten Produkte einzeln eintippt. Um diesen Bezahlprozess zu beschleunigen setzen einige Bäckereien nun auf eine neue Technologie, die sich Bakery Scan nennt und von der Tokioter Firma BRAIN hergestellt wird.

10 Produkte in 1 Sekunde

Das Tablett mit den ausgewählten Esswaren wird dabei auf einen ausgeleuchteten Bereich gelegt. Eine Kamera erkennt jedes einzelne Gebäck und übermittelt diese der Kasse. Auf einem Bildschirm sieht der Kunde die eingescannte Ware und den zu zahlenden Betrag. Der Angestellte muss so nur noch einkassieren (hier eine visuelle Erklärung).

In nur 1 Sekunde können bis zu 10 Produkte verarbeitet werden. Der Bezahlprozess wird damit um einiges effizienter. Gleichzeitig überrascht und unterhält die Technologie die Kunden. Ein entsprechender Tweet von Nutzerin @imos (siehe oben) hat über 20’000 Retweets und Likes erhalten. Eingesetzt wird der Bakery Scan zurzeit in der Bäckerei Donq in Kokubunji in der Präfektur Tokio, wie auch in zahlreichen anderen Kleinbäckereien im ganzen Land.

Die Selbstbedienungskasse

Einen ähnlichen Weg verfolgt auch die Lawson-Minimarkt-Kette. In einem Ableger in Osaka hat sie mit dem Regirobo eine neuartige Selbstbedienungskasse eingeführt. Diese zählt die Produkte nicht nur, sie packt diese auch automatisch in die Tüte (Asienspiegel berichtete).

Der Bakery Scan. (Foto: twitter/ @imos)

Der Bakery Scan. (Foto: twitter/ @imos)

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