Japan hat sich in den letz­ten Jah­ren zu einem Bäcker- und Kon­di­to­ren-Para­dies ent­wi­ckelt. Ket­ten wie Le Pain Quo­ti­di­en, Delif­ran­ce, Mai­son Kay­ser, St. Marc sind inzwi­schen im gan­zen Land prä­sent. Aber auch Pâtis­sier-Super­stars wie Cro­nut-Erfin­der Domi­ni­que Ansel haben in Japan ihren eige­nen Laden eröffnet.

Die meis­ten Bäcke­rei­en funk­tio­nie­ren in Japan nach dem Selbst­be­die­nungs­prin­zip. Man wählt das Gebäck selbst aus, legt die­se auf ein Tablett, das man zur Kas­se bringt, wo der Ange­stell­te die aus­ge­wähl­ten Pro­duk­te ein­zeln ein­tippt. Um die­sen Bezahl­pro­zess zu beschleu­ni­gen set­zen eini­ge Bäcke­rei­en nun auf eine neue Tech­no­lo­gie, die sich Bak­e­ry Scan nennt und von der Tokio­ter Fir­ma BRAIN her­ge­stellt wird.

10 Pro­duk­te in 1 Sekunde

Das Tablett mit den aus­ge­wähl­ten Ess­wa­ren wird dabei auf einen aus­ge­leuch­te­ten Bereich gelegt. Eine Kame­ra erkennt jedes ein­zel­ne Gebäck und über­mit­telt die­se der Kas­se. Auf einem Bild­schirm sieht der Kun­de die ein­ge­scann­te Ware und den zu zah­len­den Betrag. Der Ange­stell­te muss so nur noch ein­kas­sie­ren (hier eine visu­el­le Erklä­rung).

In nur 1 Sekun­de kön­nen bis zu 10 Pro­duk­te ver­ar­bei­tet wer­den. Der Bezahl­pro­zess wird damit um eini­ges effi­zi­en­ter. Gleich­zei­tig über­rascht und unter­hält die Tech­no­lo­gie die Kun­den. Ein ent­spre­chen­der Tweet von Nut­ze­rin @imos (sie­he oben) hat über 20’000 Ret­weets und Likes erhal­ten. Ein­ge­setzt wird der Bak­e­ry Scan zur­zeit in der Bäcke­rei Donq in Koku­bun­ji in der Prä­fek­tur Tokio, wie auch in zahl­rei­chen ande­ren Klein­bä­cke­rei­en im gan­zen Land.

Die Selbst­be­die­nungs­kas­se

Einen ähn­li­chen Weg ver­folgt auch die Law­son-Mini­markt-Ket­te. In einem Able­ger in Osa­ka hat sie mit dem Regi­ro­bo eine neu­ar­ti­ge Selbst­be­die­nungs­kas­se ein­ge­führt. Die­se zählt die Pro­duk­te nicht nur, sie packt die­se auch auto­ma­tisch in die Tüte (Asi­en­spie­gel berich­te­te).