Bild: jis​hin​.go​.jpDie Risi­ko­kar­te für Erd­be­ben der Mini­mal­stär­ke 6 in den kom­men­den 30 Jahren.

Grund­sätz­lich gilt: In Japan kann die Erde über­all beben. Gleich vier Erd­plat­ten tref­fen hier auf­ein­an­der, was das Land beson­ders anfäl­lig macht. Doch nicht über­all im Insel­staat ist die Gefahr eines ver­hee­ren­den Erd­be­bens gleich gross, wie eine jähr­lich aktua­li­sier­te Kar­te des Erd­be­ben­for­schungs­ko­mi­tees zeigt (sie­he Bild oben).

So ist die Pazi­fik­sei­te seit jeher weit­aus anfäl­li­ger auf gros­se Erschüt­te­run­gen. Beson­ders die Regio­nen ent­lang des Nan­kai-Gra­bens, der von der Prä­fek­tur Shi­zuoka auf der Haupt­in­sel Hons­hu bis zur Süd­in­sel Kyus­hu reicht, gel­ten als stän­di­ge Risi­ko­ge­bie­te. Ent­spre­chend dun­kel­rot sind sie auf der aktu­el­len Kar­te ein­ge­zeich­net. Hier ist die Gefahr einer Erschüt­te­rung der Mini­mal­stär­ke 6 von maxi­mal 7 Stu­fen auf der japa­ni­schen Ska­la weit­aus grös­ser als in ande­ren Gebie­ten des Inselstaates.

Anfäl­li­ge Pazifikseite

Bei hohen 81 Pro­zent liegt bei­spiels­wei­se die Wahr­schein­lich­keit, dass es in den nächs­ten 30 Jah­ren in Yoko­ha­ma zu einem ver­hee­ren­den Erd­be­ben kom­men wird. Für die Städ­te Chi­ba oder Mito, öst­lich von Tokio, sind es sogar 85 Pro­zent. In Tokio liegt das Risi­ko bei 47 Pro­zent, in Nago­ya bei 46 Pro­zent und in Osa­ka bei 56 Pro­zent. Wei­te­re Risi­ko­ge­bie­te sind die Städ­te Kochi (74 Pro­zent) und Tokushi­ma (72 Pro­zent) auf der kleins­ten Haupt­in­sel Shikoku.

Die ruhi­ge­re Seite

Auf der Küs­ten­sei­te des japa­ni­schen Mee­res ist das Risi­ko eines Erd­be­bens der Mini­mal­stär­ke 6 weit­aus tie­fer, wenn auch nicht bei Null. In Matsue sind es bei­spiels­wei­se 3,7 Pro­zent, in Fukui 13 Pro­zent, in Kana­za­wa 6,5 Pro­zent oder in Yama­ga­ta 3,6 Pro­zent. In Sap­po­ro sind es sogar noch tie­fe­re 0,92 Pro­zent und in Hako­da­te 1,1 Prozent.