News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

Neues Update für den Rail Pass

Im Japan Rail Pass enthalten: Die Fahrt im Shinkansen. (Foto: Asienspiegel)

Im Japan Rail Pass enthalten: Die Fahrt im Shinkansen. (Foto: Asienspiegel)

Seit dem 8. März 2017 kann man als ausländischer Tourist den praktischen Japan Rail Pass, der einem die freie unlimitierte Fahrt auf dem gesamten JR-Verbundnetz erlaubt, auch in Japan selber kaufen (Asienspiegel berichtete). Früher musste man diesen noch zwingend bei einem Reisebüro im Ausland erwerben.

Die Neuerung ist auf viel Wohlwollen gestossen, schloss aber gleichzeitig auf einen Schlag alle Japaner, die permanent im Ausland leben, vom Kauf des Japan Rail Pass aus. Denn diese durften bislang ebenfalls von diesem Angebot profitieren, sofern sie eine permanente Aufenthaltsbewilligung des entsprechenden Landes vorweisen konnten oder einen ausländischen Ehepartner hatten und mit diesem im Ausland lebten.

Entsprechend verärgert war die Auslandsgemeinschaft über den Ausschluss. Gerade für binationale Familien bedeutete dies einen grossen Einschnitt (Asienspiegel berichtete). Man organisierte sich, lancierte eine Petition und schrieb auch einen offiziellen Brief an die JR-Gruppe und das Verkehrsministerium.

Die neue Bedingung

Der Protest hat gewirkt. Die JR-Gruppe hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dass die Auslandsjapaner ab dem 1. Juni 2017 wieder einen Japan Rail Pass kaufen dürfen. Die neue Bedingung ist jedoch, dass man anhand eines offiziellen Dokuments bescheinigen muss, dass man schon seit mindestens 10 Jahren im Ausland lebt. Es reicht also nicht mehr aus, eine permanente Aufenthaltsbewilligung des entsprechenden Landes vorzuweisen.

Mehr über die konkrete Form dieser Bescheinigung wird laut Pressemitteilung Ende Mai auf dieser Seite veröffentlicht. Es wird aber erwähnt, dass man dieses Dokument in der japanischen Auslandsvertretung erhalten soll.

Die Begründung

Laut Response.jp hatte JR West die Beendigung des Verkaufs des Japan Rail Pass an Auslandsjapaner damit begründet, dass die Bedingungen für ein permanentes Aufenthaltsrecht von Land zu Land verschieden seien. Dies habe zu Ungleichbehandlung geführt, die mit der neuen einheitlichen 10-Jahresfrist nun beseitigt werde. Für viele bleibt jedoch die Frage, ob die Zeitspanne von 10 Jahren nicht etwas viel verlangt ist?

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