Foto: flickr/​naka­shiDie neue Sta­tue von Hana­ko vor dem Bahn­hof Kichi­jo­ji in Musashino.

Hana­ko war Japans berühm­tes­ter Ele­fant. Im Mai 2016 starb sie im hohen Alter von 69 Jah­ren im Ino­ka­s­hira-Zoo in der Stadt Mus­a­s­hi­no bei Tokio. Ein Jahr spä­ter wur­de ihr im Stil von Hachi­ko (Asi­en­spie­gel berich­te­te) ein Denk­mal gesetzt. Vor dem Bahn­hof Kichi­jo­ji in Mus­a­s­hi­no steht nun eine Sta­tue von Hana­ko, wie NHK News berich­tet. 2,5 Meter lang und 1,5 Meter hoch ist das Kunstwerk.

Hana­ko wur­de 1947 in Thai­land gebo­ren und kam 1949 in den Ueno-Zoo nach Tokio. In einem Land, das noch unter den Fol­gen der Kriegs­zer­stö­rung litt, wur­de sie zu schnell zu einer lan­des­wei­ten Berühmt­heit. 1954 wur­de sie in den Ino­ka­s­hira-Zoo in Mus­a­s­hi­no ver­legt. Weil Hana­ko, die als beson­ders sen­si­bel galt, einen Wär­ter und einen wei­te­ren Men­schen zu Tode tram­pel­te, muss­te sie den gröss­ten Teil ihres Lebens in einem abge­schot­te­ten Gehe­ge verbringen. 

Der ein­sa­me Elefant

Das brach­te dem Zoo viel Kri­tik ein. Die Medi­en gaben ihr den Namen der «ein­sams­te Ele­fant». In den ver­gan­ge­nen Jah­ren wur­de mit einer Peti­ti­on ver­sucht, ihr ein bes­se­res Lebens­um­feld zu ver­schaf­fen. Doch wegen ihres hohen Alters sahen die Ver­ant­wort­li­chen von einer Ver­le­gung ab. Eine Zusam­men­füh­rung mit ihren Art­ge­nos­sen hielt man nach den vie­len Jah­ren für zu riskant.

Von den Besu­chern des Ino­ka­s­hiro-Zoos wur­de Hana­ko der­weil geliebt. Jah­re­lang war sie das Sym­bol des Parks und auch ein klei­ner Teil der japa­ni­schen Nach­kriegs­ge­schich­te. Sie wur­de mit der Baby­boom-Gene­ra­ti­on gemein­sam alt. Ihr hohes Alter von 69 Jah­ren war denn auch aus­ser­ge­wöhn­lich. Nor­ma­ler­wei­se haben Ele­fan­ten in Gefan­gen­schaft eine Lebens­er­war­tung von rund 40 Jahren.