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Der Name «Taka­y­a­ma», «der hohe Berg», deu­tet es bereits an: Die Ort liegt hoch in den Ber­gen der Regi­on Hida in der Prä­fek­tur Gifu. 90’000 Men­schen leben in die­ser Stadt auf 550 Metern über Meer. Bereits im 8. Jahr­hun­dert rich­te­ten sich bud­dhis­ti­sche Mön­che hier ein. In der Edo-Zeit (1603 bis 1868) erleb­te Taka­y­a­ma die Blü­te­zeit, als eine Stadt der Händ­ler und Hand­wer­ker, ins­be­son­de­re der Zimmerleute.

Ab dem Ende des 17. Jahr­hun­derts wur­de sie gar unter direk­te Kon­trol­le des Sho­gu­n­ats in Edo, dem dama­li­gen Tokio, gestellt. Anstatt Fürs­ten regier­ten nun Statt­hal­ter für die nächs­ten 150 Jah­re den Ort. Der Taka­y­a­ma Jin’ya-Kom­plex wur­de zum Ver­wal­tungs­sitz. Mit dem Beginn der Moderi­ni­sie­rungs­zeit in der zwei­ten Hälf­te des 19. Jahr­hun­derts wur­de Taka­y­a­ma schliess­lich Teil der Prä­fek­tur Gifu. Damit ver­lor sie auf einen Schlag an poli­ti­scher Bedeutung.

Eine Zeit­rei­se ins alte Japan

Das war viel­leicht auch das Glück der Berg­stadt. Denn nur weni­ge ande­re Orte in Japan sind his­to­risch der­art gut erhal­ten geblie­ben. Taka­y­a­ma besitzt eine pit­to­res­ke Alt­stadt, die mit ihren tra­di­tio­nell erhal­te­nen Holz­häu­sern die Besu­cher in die Edo-Zeit zurück­ver­setzt. Restau­rants, Cafés, Hand­werks­lä­den, Han­dels­häu­ser und Muse­en ver­tei­len sich auf drei his­to­ri­sche Haupt­stras­sen. Neben dem Sake sind das Rind­fleisch (Hida-Gyu) und Gohei-Mochi (gestampf­ter gril­lier­ter Reis) die Spe­zia­li­tä­ten der Region.

Gleich meh­re­re Sake-Braue­rei­en sind hier zu fin­den und täg­lich gibt es in Taka­y­a­ma zwei Mor­gen­märk­te, einer am Miya-Fluss und ein wei­te­rer gleich beim Taka­y­a­ma Jinya. Das Taka­y­a­ma Mats­u­ri, das jeweils im Früh­ling und im Herbst statt­fin­det, gehört mit sei­nen reich beschmück­ten Umzugs­wa­gen sogar zu den drei schöns­ten tra­di­tio­nel­len Fes­ti­vals des Lan­des (die ande­ren sind das Gion Mats­u­ri in Kyo­to und das Chi­chi­bu Yomats­u­ri in Chi­chi­bu, Prä­fek­tur Saita­ma). Sehen Sie im obi­gen Film einen klei­nen Ein­blick in die­se his­to­ri­sche Stadt in den Bergen.