News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Das Comeback des Kimonos

Im Yukata durch Kanazawa. (Foto: Asienspiegel)

Im Yukata durch Kanazawa. (Foto: Asienspiegel)

Seit einigen Jahren beobachtet man immer mehr junge Frauen in Gruppen oder auch Paare, die in einem farbenfrohen Yukata, einem leichten Sommerkimono, durch eine touristische Ortschaft spazieren, Selfies schiessen und sich gemeinsam mit anderen Touristen fotografieren lassen. Die traditionellen Kleidungen können jeweils vor Ort für ein paar Stunden gemietet werden. Japaner wie auch ausländische Besucher machen zunehmend Gebrauch davon.

Der Markt für Miet-Kimonos boomt. Alleine in Kyoto gibt es 200 Läden, die diese Dienstleistung anbieten. Auch die Kaufhäuser in Tokio verkaufen wieder vermehrt Kimonos und Yukatas in allen möglichen Mustern, wie die Yomiuri Shimbun berichtet.

Perfekt für Facebook und Instagram

Lange wurde diese traditionelle Kleidung fast nur noch bei offiziellen Anlässen oder bei Festlichkeiten getragen. Der neue Boom ist derweil den sozialen Medien zu verdanken. Einfache Selfies reichen für viele nicht mehr aus. Ein Stadtbesuch in einem Kimono wird so zur Gelegenheit, sich von der schönsten Seite zu präsentieren.

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