Foto: flickr/​Richard, enjoy my lifeDas Tor im nor­ma­len Zustand.

Das Kami­na­ri­mon (dt. «das Don­ner­tor») ist nicht nur das äus­se­re Ein­gangs­tor zum Sen­sō-Tem­pel im Tokio­ter Stadt­teil Asa­ku­sa, son­dern auch ein Wahr­zei­chen der Haupt­stadt. Sein gigan­ti­scher roter Lam­pi­on ist ein Blick­fang. Dane­ben ste­hen die Sta­tu­en des Wind­got­tes Fūjin und des Don­ner­got­tes Rai­jin. Das Kami­na­ri­mon ist zugleich der Start­punkt zur 250 Meter lan­gen beleb­ten Naka­mi­se mit ihren vie­len tou­ris­ti­schen Geschäf­ten. Sie ist eine der ältes­ten Ein­kaufs­stras­sen über­haupt, an deren Ende sich das inne­re Ein­gangs­tor des Sen­sō-Tem­pels, das Hōzō­mon, befin­det.

30 Mil­lio­nen Besu­cher aus dem In- und Aus­land zählt das «Don­ner­tor» jedes Jahr. Sein Ursprung geht aufs Jahr 942 zurück. Wie­der­holt wur­de das Kami­na­ri­mon durch Brän­de zer­stört, zuletzt 1865. Erst 1960 wur­de es wie­der­auf­ge­baut. Hier ein Foto von damals: 

Die Dach­zie­gel stam­men eben­falls aus die­ser Zeit. Nun wer­den die­se ersetzt, 9500 Stück sind es. Den gan­zen Som­mer hin­durch ver­deckt ein Bau­ge­rüst und eine Abde­ckung das gros­se Dach der Sehenswürdigkeit.

Eine opti­sche Täuschung

Um die Tou­ris­ten aber nicht ganz ent­täu­schen zu müs­sen, hat die zustän­di­ge Bau­fir­ma Tai­sei Corp. eine Foto­gra­fie des Dachs im Ori­gi­nal­mass­stab auf die Abde­ckung anbrin­gen las­sen, wie die Asahi Shim­bun berich­tet. Das Tor sel­ber ist wei­ter­hin begeh­bar. Der rote Lam­pi­on und die zwei Sta­tu­en sind unver­än­dert zu sehen. Ent­stan­den ist eine opti­sche Täu­schung, die für sich selbst eine klei­ne Sehens­wür­dig­keit ist. Die Restau­rie­rungs­ar­bei­ten wer­den noch bis Okto­ber die­ses Jah­res anhalten.