News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Der lächelnde Kot

Spätestens seit dem weltweiten Siegeszug der Emojis weiss man: Die Japaner haben ein unverkrampftes Verhältnis zum Kot, auf Japanisch Unko genannt. Zwei Augen, einen Mund und ein Lächeln hat seine Emoji-Version. Ja, selbst als Glücksbringer gibt es diese ungewöhnliche Figur.

Der lehrende Unko

Shuji Yamamoto und Yusaku Furuya haben aus Kot sogar Gold gemacht. Die beiden haben mit Unko Kanji Drill einen Lehrmittel-Bestseller erschaffen. Das Lernen der Schriftzeichen wird damit zu vergnüglichen Unterhaltung für die Kinder, indem jeder, ja wirklich jeder der über 3000 Lernsätze das Wort Unko beinhaltet.

Das Maskottchen der sechsteiligen Lehrbuch-Serie ist natürlich eine Figur mit kotförmigem Kopf. In nur 2 Monaten wurden über 2 Millionen Exemplare von Unko Kanji Drill verkauft, wie die Huffington Post Japan berichtet.

Der treue Unko

Auch der Tokioter Bezirk Shibuya setzt ganz auf die Kraft der süssen Fäkalien. Das Maskottchen Soft Kuriinu (vom Englischen «Soft Clean») ist ein liebevoller pinker Kot mit Augen und Mund. Seine Mission: Die Strassen von Shibuya und Harajuku sauber zu halten. Dafür hat er einen Wischer in der Hand.

Sein Übername ist Chūken Unko, «der treue Kot». Es ist eine Anspielung auf den treuen Hund Hachiko (Asienspiegel berichtete), dessen Statue beim Bahnhof eine der grossen Sehenswürdigkeiten des Bezirks ist. So beinhaltet der Name Soft Kuriinu wenig überraschend das Wort Inu für «Hund».

Das Maskottchen Soft Kuriinu hält die Strassen von Shibuya sauber. (Screenshot: youtube/ ねば~る君の【ねばねばTV】(ねばてれ))

Das Maskottchen Soft Kuriinu hält die Strassen von Shibuya sauber. (Screenshot: youtube/ ねば~る君の【ねばねばTV】(ねばてれ))

Kommentar schreiben