Spä­tes­tens seit dem welt­wei­ten Sie­ges­zug der Emo­jis weiss man: Die Japa­ner haben ein unver­krampf­tes Ver­hält­nis zum Kot, auf Japa­nisch Unko genannt. Zwei Augen, einen Mund und ein Lächeln hat sei­ne Emo­ji-Ver­si­on. Ja, selbst als Glücks­brin­ger gibt es die­se unge­wöhn­li­che Figur. 

Der leh­ren­de Unko

Shu­ji Yama­mo­to und Yus­a­ku Furu­ya haben aus Kot sogar Gold gemacht. Die bei­den haben mit Unko Kan­ji Drill einen Lehr­mit­tel-Best­sel­ler erschaf­fen. Das Ler­nen der Schrift­zei­chen wird damit zu ver­gnüg­li­chen Unter­hal­tung für die Kin­der, indem jeder, ja wirk­lich jeder der über 3000 Lern­sät­ze das Wort Unko beinhaltet.

Das Mas­kott­chen der sechs­tei­li­gen Lehr­buch-Serie ist natür­lich eine Figur mit kot­för­mi­gem Kopf. In nur 2 Mona­ten wur­den über 2 Mil­lio­nen Exem­pla­re von Unko Kan­ji Drill ver­kauft, wie die Huf­fing­ton Post Japan berichtet.

Der treue Unko

Auch der Tokio­ter Bezirk Shi­bu­ya setzt ganz auf die Kraft der süs­sen Fäka­li­en. Das Mas­kott­chen Soft Kuri­inu (vom Eng­li­schen «Soft Clean») ist ein lie­be­vol­ler pin­ker Kot mit Augen und Mund. Sei­ne Mis­si­on: Die Stras­sen von Shi­bu­ya und Hara­juku sau­ber zu hal­ten. Dafür hat er einen Wischer in der Hand. 

Sein Über­na­me ist Chūken Unko, «der treue Kot». Es ist eine Anspie­lung auf den treu­en Hund Hachi­ko (Asi­en­spie­gel berich­te­te), des­sen Sta­tue beim Bahn­hof eine der gros­sen Sehens­wür­dig­kei­ten des Bezirks ist. So beinhal­tet der Name Soft Kuri­inu wenig über­ra­schend das Wort Inu für «Hund».