News aus Japan. Von Jan Knüsel.

Die Magie der Anime

In Japan setzt man für die Werbung nicht selten auf die Magie der Anime. Und manchmal entstehen dabei sogar kleine Kunstwerke, wie die aktuelle Werbung von Cup Noodle der Marke Nissin zeigt. Hierzu hat der Instant-Noodle-Produzent gleich drei renommierte Künstler für seinen Werbe-Anime verpflichtet.

Dazu gehört Megumi Hayashibara, eine der berühmtesten Synchronsprecherinnen in Japan. Viele kennen ihre Stimme von der Figur Rei Ayanami von Neon Genesis Evangelion aus dem Jahr 1995. Da ist aber auch Sänger Motoo Fujiwara von der J-Rock-Band Bump of Chicken, die nun schon seit über 20 Jahren erfolgreich im Geschäft ist. Ihre Musik hat wiederholt Eingang in Games und Animes gefunden. Der Dritte im Bunde ist Manga-Künstler Eisaku Kubonouchi, welcher der Werbung eine feinfühlige, skizzenhafte Atmosphäre verleiht.

Und so ist aus der Cup Noodle-Werbung «Hungry Days» ein kurzer poetischer Anime entstanden, der gerade im Internet für einige Aufmerksamkeit gesorgt hat. Die Botschaft: In jedem steckt ein Stück unbändige Jugend. So spricht Hayashibara mit sanfter Stimme in der Werbung:

«Nach Schulschluss. Die unerwiderte Liebe. Das Liebesgeständnis. Die Abschlussfeier. ‹Seishun› (= ‹Jugend›, eine Zusammensetzung der Zeichen ao für ‹blau› und haru für ‹Frühling›) schreibt sich ‹Aoharu›. Die Jugend ist blau und heiss – und leidenschaftlich. 2017 startet eine Jugend, die noch niemand kennt.»

Anime als Werbemittel

Anime als Werbemittel einzusetzen ist in Japan nichts Ungewöhnliches. Auch McDonald’s Japan hat es schon getan (Asienspiegel berichtete). Und ein Shochu-Hersteller aus Kagoshima hat sogar schon einen Werbefilm im Ghibli-Stil machen lassen (Asienspiegel berichtete).

Eine Szene aus der Anime-Werbung von Nissin. (Screenshot: youtube/ 日清食品グループ公式チャンネル)

Eine Szene aus der Anime-Werbung von Nissin. (Screenshot: youtube/ 日清食品グループ公式チャンネル)

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