Foto: flickr/​Jason LukSap­po­ro in der Nacht.

Sap­po­ro aner­kennt seit dem 1. Juni 2017 die ein­ge­tra­ge­ne Part­ner­schaft für gleich­ge­schlecht­li­che Paa­re, wie die Asahi Shim­bun berich­tet. Und nicht nur das: auch Trans­gen­der-Paa­re erhal­ten von den Behör­den der Haupt­stadt der Nord­in­sel Hok­kai­do künf­tig ein ent­spre­chen­des Zer­ti­fi­kat. Letz­te­res ist ein Novum in Japan. Sap­po­ro ist somit die ers­te Stadt in der gesam­ten nörd­li­chen Regi­on des Lan­des, die sich für die LGBT-Gemein­de öff­net. Mit 1,95 Mil­lio­nen Ein­woh­nern ist sie das poli­ti­sche und wirt­schaft­li­che Zen­trum der Nordinsel.

Den ers­ten Schritt zu die­ser Öff­nung gemacht haben im Jahr 2015 die Tokio­ter Bezir­ke Shi­bu­ya und Setaga­ya (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es folg­ten die Klein­stadt Iga in der Prä­fek­tur Mie (Asi­en­spie­gel berich­te­te), die Stadt Taka­ra­zu­ka in der Prä­fek­tur Hyo­go (Asi­en­spie­gel berich­te­te) und Naha auf Oki­na­wa (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Somit haben nur noch die Süd­in­sel Kyus­hu und die kleins­te Haupt­in­sel Shi­ko­ku kei­ne Stadt, die ent­spre­chen­de Mass­nah­men voll­zo­gen hat.

Die recht­li­che Sicht

Die ein­ge­tra­ge­ne Part­ner­schaft, wenn auch nicht recht­lich bin­dend, soll im All­tag Dis­kri­mi­nie­run­gen besei­ti­gen hel­fen. Bei Ver­si­che­run­gen, bei der Woh­nungs­su­che, bei Kran­ken­haus­be­su­chen oder bei Ange­bo­ten von Unter­neh­men kön­nen die Paa­re nun offi­zi­ell als Fami­lie aner­kannt wer­den. Der Tokio­ter Bezirk Shi­bu­ya geht sogar noch wei­ter. Er hat die Hand­ha­be, Leu­te und Unter­neh­men zu bestra­fen, denen man ein dis­kri­mi­nie­ren­des Ver­hal­ten gegen­über sexu­el­len Min­der­hei­ten nach­wei­sen kann.