Foto: Asi­en­spie­gelEin Foto vom Fuji im Winter.

Der Fuji ist Japans Wahr­zei­chen schlecht­hin und seit 2013 UNESCO-Welt­kul­tur­er­be (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Bestei­gen kann man den Berg jeweils nur zwei Mona­te im Jahr. Am 1. Juli 2017 wur­de die Yoshi­da-Rou­te eröff­net, die von der Prä­fek­tur Yama­gu­chi bis zum Gip­fel führt.

Das Wet­ter am Eröff­nungs­tag war denk­bar schlecht. Es reg­ne­te in Strö­men. Aus­ser­dem win­de­te es hef­tig (sie­he Tweets unten). Trotz­dem schaff­ten es rund 80 Leu­te in den Mor­gen­stun­den auf den Gip­fel, wie die Mai­ni­chi Shim­bun berich­te­te. Doch auf den sonst spek­ta­ku­lä­ren Son­nen­auf­gang muss­ten sie bei die­sem Wet­ter ver­zich­ten. Immer­hin dür­fen sie sich als die ers­ten Fuji-Berg­stei­ger die­ses Jah­res bezeich­nen. Am 10. Juli wer­den dann auch die drei Rou­ten auf der Sei­te der Prä­fek­tur Shi­zuoka eröff­net. Die dies­jäh­ri­ge Sai­son dau­ert bis zum 10. September.

1000 Yen Gebühr

Der Fuji ist zwar der höchs­te Berg des Lan­des, gleich­zei­tig aber auch ver­hält­nis­mäs­sig ein­fach zu bestei­gen. Eine rie­si­ge Infra­struk­tur mit Toi­let­ten, Berg­hüt­ten und Ärz­te­sta­tio­nen macht es seit ein paar Jah­ren mög­lich, dass jeder halb­wegs gesun­de Mensch in der Nacht den Fuji hoch­ge­hen kann, um in den Mor­gen­stun­den den Son­nen­auf­gang auf 3776 Metern bewun­dern zu können.

Dies führt dazu, dass jedes Jahr über 300’000 Men­schen bis zum Gip­fel hoch­stei­gen. Für die Umwelt des Ber­ges ist dies eine gros­se Belas­tung. Jähr­lich wer­den allei­ne auf der Yoshi­da-Rou­te über 1,7 Ton­nen Pet-Fla­schen ent­sorgt. Für den Unter­halt der Infra­struk­tur und für die Sicher­heit haben bei­de Prä­fek­tu­ren seit eini­gen Jah­ren begon­nen, 1000 Yen von den Berg­stei­gern ein­zu­zie­hen. Es han­delt sich um einen frei­wil­li­gen Betrag.