Bahn­be­trei­ber JR Cen­tral hat der Öffent­lich­keit einen Blick hin­ter die Kulis­sen des Shink­an­sen-Betriebs gewährt und dabei einen neu­en Robo­ter in sei­ner Fabrik in Hama­matsu vor­ge­stellt, wie Sank­ei Shim­bun berich­te­te. Die­ser hat die Auf­ga­be, die Ober­flä­che des Cock­pits sowie die lan­ge weis­se Nase der Hoch­ge­schwin­dig­keits­zü­ge zu schlei­fen. Gleich sechs auto­ma­ti­sier­te Arme erle­di­gen die­sen 40-minü­ti­gen Pro­zess, der als Basis für das Bema­len des Zugs dient. Frü­her wur­de die­se kom­ple­xe Arbeit noch von Hand erle­digt und dau­er­te 5 Mal län­ger als mit dem futu­ris­ti­schen Roboter.

In der­sel­ben Fabrik gab es auch die Gele­gen­heit, den offi­zi­el­len Shink­an­sen-Inspek­ti­ons­zug von nahe zu betrach­ten. «Der Leib­wäch­ter des Shink­an­sen» nen­nen die Japa­ner ehr­fürch­tig die­sen Zug, der seit 1974 dafür sorgt, dass es auf dem japa­ni­schen Hoch­ge­schwin­dig­keits­stre­cke zwi­schen Tokio und Fuku­o­ka auf der Süd­in­sel Kyus­hu zu kei­nen Unfäl­len kommt. Mit Com­pu­tern, Kame­ras und Mess­ge­rä­ten aus­ge­rüs­tet, unter­sucht er regel­mäs­sig die Ober­lei­tun­gen und Glei­se. Selbst Abwei­chun­gen im Mil­li­me­ter­be­reich wer­den somit erkannt. Sei­ne gel­be Far­be hat ihm im Volks­mund auch den Über­na­men Doc­tor Yel­low ein­ge­bracht (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

12’000 Besu­cher

Wie gross die Lie­be der Japa­ner zu ihrem Shink­an­sen ist, zeigt schon allei­ne das Zuschau­er­auf­kom­men. Gleich 12’000 Men­schen nutz­ten am ver­gan­ge­nen Sams­tag die Gele­gen­heit, die Shink­an­sen von einem ande­ren Win­kel zu betrach­ten, wie Jiji News berich­tet. Mit dem Tag der offe­nen Tür fei­ert JR Cen­tral sein 30-jäh­ri­ges Bestehen seit der Pri­va­ti­sie­rung der ehe­ma­li­gen Staats­bahn Japan Natio­nal Rail­ways (Asi­en­spie­gel berich­te­te).