Foto: flickr/​matt smithGin­za in Tokio.

Tokio zählt zu den teu­ers­ten Orten auf die­sem Pla­ne­ten. Selbst zwei Jahr­zehn­te der Sta­gna­ti­on konn­ten der Haupt­stadt nur wenig anha­ben. Das schi­cke Vier­tel Gin­za über­trifft dabei alles. Seit 32 Jah­ren hin­ter­ein­an­der ist der Abschnitt der Ein­kaufs­mei­le Chuo-Dori im Stadt­teil Gin­za-5-Chome der teu­ers­te Fleck Japans, wie NHK News berichtet.

Ein Qua­drat­me­ter kos­tet hier gemäss einer Schät­zung der Natio­na­len Steu­er­be­hör­de sagen­haf­te 40,32 Mil­lio­nen Yen (rund 313’000 Euro). Damit wird sogar der Rekord von 1992 gebro­chen, als kurz nach dem Plat­zen der Wirt­schafts­bla­se der Qua­drat­me­ter in Gin­za auf 36,5 Mil­lio­nen Yen geschätzt wurde.

Die Renais­sance des Viertels

Zu ver­dan­ken ist die­se Ent­wick­lung den nied­ri­gen Zin­sen, dem anhal­ten­den Tou­ris­mus-Boom und der «Renais­sance» des Vier­tels in den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Es ist nicht lan­ge her, da hat­te Gin­za das ange­staub­te Images eines Ortes, den nur noch eine älte­re Gene­ra­ti­on von Ver­mö­gen­den aufsuchte.

Doch dann ent­deck­ten die glo­ba­len Kon­zer­ne das Vier­tel. Läden wie Uni­q­lo, H&M, Zara, Gap oder Apple fan­den hier eine neue Blei­be (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es folg­ten wei­te­re neue Gross­pro­jek­te (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Heu­te ist die Chuo-Dori-Ein­kaufs­mei­le in Gin­za ein Anzie­hungs­punkt für Tou­ris­ten aus aller Welt. Ent­spre­chend begehrt ist der Ort heu­te für Investitionen.