Foto: asi­en­spie­gelZan­gi bei Toriyo­shi in Kushiro.

Food­blog – Kar­aa­ge ist ein Leib­ge­richt der Japa­ner. In fast jeder Iza­ka­ya-Knei­pe erhält man die Spei­se, bei der es sich um ein Fleisch (zumeist Hühn­chen) han­delt, das mit einer Mari­na­de aus Soja-Sau­ce, Ing­wer und Knob­lauch im Stär­ke­man­tel frit­tiert wird. Ursprüng­lich kommt Kar­aa­ge aus Chi­na. Dar­aus ent­stand eine japa­ni­sche Vari­an­te, die beson­ders nach dem Zwei­ten Welt­krieg popu­lär wurde.

In Hok­kai­do gibt es der­weil eine Alter­na­ti­ve. Es nennt sich Zan­gi. Im Gegen­satz zum klas­si­schen Kar­aa­ge wird das Hühn­chen bei die­ser Spei­se mit einer ein­fa­chen Salz­mi­schung mari­niert und im Stär­ke­man­tel frit­tiert. Geges­sen wird es schliess­lich mit einer spe­zi­el­len Sau­ce. Das Resul­tat ist ein aus­sen knusp­ri­ges und innen zar­tes Esserlebnis.

Das Zan­gi-Kultre­stau­rant

Der Ursprung von Zan­gi liegt in Kushiro, der öst­lichs­ten Gross­stadt Japans. Ein Zan­gi-Kultre­stau­rant in Kushiro ist das Toriyo­shi von Tet­s­u­ya Uch­i­ma­gi. Die­ser lern­te sein Hand­werk noch beim Erfin­der der Spei­se. Fünf Jah­re spä­ter eröff­ne­te er sein eige­nes klei­nes Restau­rant, das er nun schon seit 40 Jah­ren führt. Die Kar­te ist sim­pel. Hier gibt es Zan­gi mit oder ohne Kno­chen sowie das klas­si­sche Kar­aa­ge. Das ist schon alles. Das Restau­rant ist eine Bar im Mini-For­mat. Etwas mehr als ein Dut­zend Per­so­nen haben hier Platz.

Der Laden ist stän­dig voll. Hin­ter dem Tre­sen kocht Uch­i­ma­chis Sohn, wäh­rend der Besit­zer sel­ber die Gäs­te laut, lie­be­voll und mit viel Humor unter­hält. Sein Cha­ris­ma hat ihn zu einer Kult­fi­gur gemacht. Aus Japan und ganz Asi­en geht man hier essen. Und wenn man Glück hat, erhält man beim Abschied gleich noch eine Por­ti­on gra­tis dazu. Es ist ein Ess­er­leb­nis, das ich so schnell nicht ver­ges­sen werde.

Foto: asi­en­spie­gelDas Toriyo­shi: Ein Kultre­stau­rant in Kushiro.

Info

Toriyo­shi, Sun Pla­za Buil­ding, Erd­ge­schoss, 2 – 15, Sakae-cho, Kushiro