Man nennt sie die Gomi Hiroi Samu­rai, «die Müll­samm­ler-Samu­rai». Die fünf­köp­fi­ge Tanz­grup­pe Jidai­gu­mi Bas­a­ra hat aus der Müll­be­sei­ti­gung eine Kunst­form gemacht. Seit eini­gen Jah­ren sor­gen sie im Kimo­no geklei­det dafür, dass die Stras­sen von Shi­bu­ya in Tokio sau­ber bleiben.

Anstatt ein Schwert tra­gen sie eine Müll­zan­ge und einen Eimer aus Bam­bus bei sich. Ihnen ent­geht kei­ne lie­gen gelas­se­nen Pet-Fla­schen, Dosen, Ziga­ret­ten­stum­mel und Tüten. Bei jeder Ent­de­ckung schrei­en Sie laut «Wer hat das getan!? Wir bestra­fen die­je­ni­gen ohne Moral!» bevor sie den Müll in einer klei­nen Dar­bie­tung, die kei­nem Pas­san­ten ent­geht, beseitigen.

Nun sind sie dem Ruf aus Kyo­to gefolgt. In der alten Kai­ser­stadt haben sie wäh­rend des berühm­ten Gion-Fes­ti­vals ihren gros­sen Auf­tritt, wie die Kyo­to Shim­bun berich­tet. Mit ihren put­zen­den Dar­bie­tun­gen machen sie die Zuschau­er dar­auf auf­merk­sam, den Müll nicht ein­fach acht­los weg­zu­wer­fen. Es ist die japa­ni­sche Art, um der Ver­mül­lung im öffent­li­chen Raum zu begegnen.